Talhammer
Snow Lake - Moritz

  Vom Choktoi Gletscher und Sim La zum Snow Lake und Hispar Pass

Diese Tour ist vermutlich noch nie kommerziell angeboten worden und nur wenige Menschen haben den Choktoi Gletscher und den Sim La mit eigenen Augen gesehen. Dies ist ein Trek der Superlative. Nur ganz wenige Touren führen so tief in das unbekannte vereiste Herz des Karakoram. Außer am Baltoro Gletscher wird man nirgendwo sonst so eine schwindelerregende Zusammenballung aus senkrechtem Eis und Fels sehen.

 

23.Juni-15.Juli 2017, 23 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- 3700€ ISB/ISB

Kurzbeschreibung: Der Baltoro Gletscher mit seinen Granitnadeln und gewaltigen Eismassiven ist bekannt, zu K2 und Gasherbrum ziehen jetzt Trekkergruppen aus den heißen Ebenen des Punjab. Er besitzt außerdem eine Anzahl fast unentdeckter Seitenarme und über einen führt die Tour. Zunächst verläuft die Route standardmäßig über Skardu, Askole und Jhola. Doch dann löst man sich davon und geht statt den Braldu den Seitenfluss des Dumordo hinauf, der dem Panmah Gletscher entspringt. Dies ist der Weg zum Basislager der Latoks I-III und des Ogre samt seinen Nebengipfeln. Nach zwei Tagen trennt sich der Panmah in zwei Arme, wir folgen dem Westlichen, der Choktoi Gletscher genannt wird. Vorbei an den Basecamps endet das Tal am Sim La(5833 Meter), einem der sechs Ausgänge des Lukpe Lawo, des Snow Lake(die anderen sind Skam, Lukpe, Khurdopin, Hispar und der Biafo Gletscher). Wir queren den Snow Lake und gehen über den Hispar Pass zum Hispar Gletscher. Die Wanderung endet in Hunza.

Höhepunkte: Vermutlich findet man nur in der Antarktis oder Kanada eine solche Einsamkeit, doch nicht mit solch überwältigender Kulisse. Diese Tour hat Expeditions-Charakter und bietet im Überfluss die kühnen Eis-und Felsformationen, für welche das Karakoram berühmt ist. Gleich zwei der berühmten Pässe, Sim und Hispar, werden überschritten. Man kann sich gefasst machen auf einer der beeindruckendsten Landschaften der Erde.

Talhammer-Vorteile: Diese Tour findet statt und wenn sich nur ein Kunde meldet. Um einen möglichen Irrtum gleich aus der Welt zu schaffen: Moritz kennt zwar den Hispar Pass von 1997, 2007 und 2009 und hat den Sim La gesehen, aber nur, als er 2015 über dessen direkten Nachbarn, den Lukpe La(5675 Meter) gegangen war. Aus eigener Erfahrung kennt er den Sim nicht. Er hat sich aber bei europäischen und pakistanischen Freunden, die diesen Weg gegangen sind, informiert und ein Porter Sirdar, der die Route kennt, wird mit seinen Trägern die Gruppe begleiten. Mehr ist kaum möglich. Dies ist höchstwahrscheinlich die einzige Gelegenheit, an einer Tour zum Sim La teilzunehmen.

Sicherheit: Von Skardu bis Karimabad ist man idiotensicher vor all den gewalttätigen Problemen, die Pakistan seit Langem plagen. Auf der Anfahrt wird der verhältnismäßig sichere Babusar Pass (nicht der KKH) benutzt, auf der Rückreise wird wohl geflogen. Von den alpinen Gefahren muss ein gewisses Lawinenrisiko am Sim erwähnt werden. Ansonsten dürfte nichts schief gehen, wenn man in der Eiswüste korrekt vorgeht. Eine wie immer geartete „Erfolgsgarantie“ kann nie geboten werden, überhaupt nicht bei so einem Unternehmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Gruppe am Sim überfordert ist und umkehren muss. Das kann schon deshalb sein, weil sich auch an den Pässen innerhalb weniger Monate die Verhältnisse drastisch ändern können. Oberste Devise ist eine sichere Heimkehr, wenn das Projekt zu riskant wird, gibt Moritz das Signal zur Umkehr geben, dem sich jeder Teilnehmer unterwerfen muss. Eine vernünftige Alternative bis zum Abflug am 15.Juli wird gesucht werden, eine (Teil) Rückzahlung des Preises ist ausgeschlossen. Das Risiko einer solchen Tour kann und darf nicht allein auf den Schultern der Trekking-Agentur lasten.

Stil: Zelt-Trekking, Expedition

Datum/Dauer: 23.Juni(Freitag) bis 15.Juli(Donnerstag) 2017, 23 Tage

Preis: 3700€ von Islamabad nach Islamabad (EZ Zuschlag 100€, keine Einzelzelte)

Teilnehmerzahl: 1 - 4 Personen

Detaillierte Tourenbeschreibung:

Ein exakter Verlauf kann bei einer Neutour nicht geboten werden. Zumindest zwei Tage haben wir in Reserve, wenn man über den Biafo absteigt, noch zwei mehr. Der Schwerpunkt liegt auf der Überschreitung des Sim La. Wenn nötig wird der Hispar Pass geopfert und man geht über den Biafo Gletscher nach Skardu.

23.06., 01.Tag, Abflug Deutschland

Empfehlen lassen sich die Fluggesellschaften Turkish, Qatar, Etihad und Emirates.

24.06., 02.Tag, Ankunft Islamabad

Nach ein paar Stunden Schlaf gibt es Frühstück, danach Erledigungen (Geld wechseln z.B.) und eine kleine Stadtrundfahrt.                                              

25.06., 03.Tag, Fahrt Chilas, 10h

Die Fahrt beginnt um vier Uhr morgens. Zehn Stunden Fahrt hören sich zunächst lange an, doch es geht durch das malerische Kaghan Tal und über den Babusar Pass(4177 Meter) nach Chilas(1100 Meter). Das ist landschaftlich deutlich schöner und v.a. viel kürzer und weniger heiß als über den Karakoram Highway.             

26.06., 04.Tag, Fahrt Skardu, 9h

Um sechs Uhr geht es weiter im Minibus Richtung Skardu. Fahrt vorbei am Nanga Parbat Viewpoint und durch die Rondu Schlucht des Indus. Moritz schließt sich bei Ankunft im Hotel der Gruppe an. Höhe Skardu 2450 Meter.

27.06., 05.Tag, Ruhetag Skardu

Besichtigung des Trekking-Zentrums, eventuell Verschicken der Postkarten. Kurzer Ausflug zum Satpara See und dem Steinrelief Menthal Buddha. Teatime im K2 Motel mit der berühmten Aussicht auf den Indus.                                 

28.06., 06.Tag, Fahrt Askole, 7h

Die Piste nach Askole wurde in den letzten Jahren gewaltig entschärft. Beginn der Fahrt um sechs Uhr, weil immer mit Hindernissen gerechnet werden muss.     Strecke bis Hyderabad nun geteert! Erste Nacht im Zelt in Askole(3000 Meter)

29.06., 07.Tag, Trek oberhalb Jhola, 6h

Der erste Tag der Wanderung, früher Aufbruch wegen der Hitze. Entlang des gewaltigen Braldu Flusses trifft man als erstes kleines Hindernis auf den Biafo Gletscher. Vor der alten Hängebrücke über den Dumordu(Panmah Fluss) ist der Abzweig. Wir gehen gerade aus, den Fluss weiter entlang. Bald danach angeblich das Camp

30.06., 08.Tag, Trek 5-6h Camp

Ein langer Text erübrigt sich.

01.07., 09.Tag, Trek, Panmah/Choktoi Kreuzung, ca.6h

Von der Akklimatisierung her sind angeblich keine Ruhetage nötig. Falls doch, haben wir zwei Tage in Reserve.

02.07., 10.Tag, Trek LatokBC, Ghaffour camp, ca.6h

03.07., 11.Tag, Trek Bowl Camp westl. unter Sim, ca.3h

04.07., 12.Tag, Trek Sim La(5833 Meter), Snow Lake, ca.7h

Sollte alles an Extrazeit schon verbraucht sein, gehen wird den Biafo hinab. 4 Tage: Karphogoro, Baintha, Namla, Askole/Fahrt nach Skardu, statt 7(vielleicht 6) bis Gilgit.

05.07., 13.Tag, Trek Snow Lake, ?

Wir treffen auf die bekannte Biafo-Hispar Route. Wenn möglich, vermeiden wir aus Rücksicht auf die Porter das zweite Camp in der weiten Eisfläche. Das Gehen ist einfach, aber es ist sehr weit vom westlichen Basiscamp des Sim bis zum Camp unterhalb des Hispar Passes.

06.07., 14.Tag, Trek unterhalb Hispar Pass, ?

Falls das gestern nichts wurde, nehmen wir doch das Lager kurz unter dem Hispar ein. Die Aussicht lohnt auf alle Fälle.

07.07., 15.Tag, Trek Hispar Pass, Trek Khanibasa, 8h

Der Aufstieg zum Hispar(5150 Meter) ist einfach, was man von seiner Rückseite nicht behaupten kann.

08.07., 16.Tag, Trek Shiqam Baris, 9h

Die Wanderung den Hispar hinab hat es in sich. Schöne Aussichten auf Kanjut Sar, Yutmar Sar, Pumarish Chhish, Kunyang Chhish und vielleicht auf Distaghil Sar und Trivor.

09.07., 17.Tag, Trek Dachigan, 8h

Trekking entlang des Hispar ist Schwerstarbeit, das weiß Moritz aus eigener mehrfacher Erfahrung.

10.07., 18.Tag, Trek Palolimikhish, 9h

Es hängt einiges davon ab, ob der Kunyang Gletscher noch immer Vierfünftel des Hispar Gletschers versperrt wie 2009. Wenn nicht mehr, und das kann sein - Gletscher verändern im Karakoram manchmal innerhalb eines Jahres ihren Lauf massiv, kommt man heute bis Hispar Village, womöglich sogar bis Karimabad.

11.07., 19.Tag, Trek Hispar Village, 3h  Fahrt Karimabad ?

Wenn die Bedingungen am Kunyang die alten sind, kommen wir erst heute nach Karimabad. Oder auch nicht, die Piste Hispar ist oft außer Gefecht und man geht zumindest bis Huru, noch mindestens einen Tag.

12.07., 20.Tag, Ruhetag Karimabad  

Ruhe oder Puffertag                          

13.07., 21.Tag Ruhetag Karimabad, abends Fahrt Gilgit, 2h

Wenn wir im Zeitplan liegen kann sogar ein Tagesausflug unternommen werden. Moritz trennt sich heute von der Gruppe und fährt nach Skardu, um eine K2 Gruppe in Empfang zu nehmen.

14.07., 22.Tag, Flug Islamabad oder Fahrt Islamabad über Babusar Pass, 12h

Seit 2015 fliegt PIA deutlich öfter von Islamabad nach Gilgit/Skardu/Chitral, die Chancen sind also gut. Wenn doch nicht, eben wieder über den Babusar nach Islambad.

15.07., 23.Tag, Flug n. Deutschland

Der Preis beinhaltet:

Transfers/Inlandsflug, Alle Übernachtungen und Mahlzeiten, Komplettversorgung auf Trekking, Genehmigungen/Permits, Internationale und lokale Guides/Träger, Freigepäck 15kg, Satellitentelephon

Der Preis beinhaltet NICHT:

Internationaler Flug, Visum Pakistan. Versicherungen. Trinkgelder

Anforderungen: Die Tour spricht für sich selber. Sicheres Gehen auf jeder Form von Terrain, zusätzlich sicher auf Eis, mit und ohne Seil. Dazu mentale Stärke, also gute Nerven. Hohe Sozialkompetenz.

Ausrüstung: Besonders kalt wird es im Juli nicht, auch nicht bei schlechtem Wetter, es genügt ein Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -10°C. Es regnet öfters als erwartet. Deswegen Gepäck absolut wasserdicht verpacken. Keine Steinschlaggefahr, kein Helm nötig. Eispickel und leichte Steigeisen/Gamaschen. Keine Steigklemme(Jumar), aber Klettergurt, mehrere (Schraub) Karabiner und Schlingen, einige aus 7mm Reepschnur für Prusikschlingen.

Info: Moritz Steinhilber: "Reiseführer Pakistan"(2.Auflage März 2014), ISBN 978-3-941500-18-1, bei Mauser& Tröster, www.mtdruck.de, info@mtdruck.de, Tel.07473/954200, oder im Internet. Gründlicher kann man sich auf Pakistan nicht vorbereiten.

Flüge: Die Tour und Talhammers Verantwortung beginnen in Islamabad, nicht Deutschland. Der internationale Flug muss deshalb selber gebucht werden, zeitig sich kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

Visum: Im Normalfall kostet ein einmonatiges Touristenvisum für Pakistan 36€. Leider ist auch in der BRD die Beantragung nicht mehr problemfrei. Die Botschaft in Berlin erreicht man unter www.pakemb.de, das Generalkonsulat Frankfurt unter www.pakmissionfrankfurt.de. Benötigt wird einiges an Papier, u.a. eine Buchungsbestätigung, die die Kunden von der Partneragentur in Pakistan erhalten, wenn sie sich für die Tour entschieden haben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt einen Visadienst, z.B. www.visum.de. Das ist zwar nicht günstig, macht aber die Sache einfacher, wenn es klemmt.

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und besonders einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames und abgelegenes Gelände, Hilfe kann im Ernstfall nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. AMS (Höhenkrankheit) keine große Gefahr. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

Verpflegung: Der Preis beinhaltet sämtliche Mahlzeiten im Restaurant und auf Trek, nur keine Kaltgetränke. Auf der Tour wird es ein eingeschränktes Angebot geben. Auch kein Mobiliar, die oberste Devise heißt Gewicht sparen. Einiges an Verpflegung für den Tagesrucksack mitbringen.

Unterkunft: Die von der lokalen Partneragentur gebuchten Hotels gehören der Mittelklasse an. In Orten wie Chilas und Skardu wird das Beste, was vorhanden ist, gebucht.

Transport: Um den Transport kümmert sich ATP, der jahrzehntelange Partner von Moritz.

Leitung: Moritz kennt zumindest den Biafo, Snowlake und Hispar. Ein ortskundiger Porter-Sirdar ist der de facto Leiter der Gruppe.

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