Talhammer
Chharkha Bhot - Moritz

  Upper Dolpo, von Dunai nach Jomsom

Die Region Ober(Upper)-Dolpo in Westnepal gehört zu den unzugänglichsten Teilen des gesamten Himalayas. In den engen, abgelegenen Tälern dieser dünnbesiedelten Gegend hat sich die tibetische Kultur ursprünglicher erhalten als in fast allen Regionen Tibets oder Nepals. Die lange Tour beginnt in Dunai, durchquert praktisch ganz Upper Dolpo und endet in Jomsom in der Annapurna-Region. Eine anstrengende Hochtour der Spitzenklasse.

23.Sept.-22.Okt. 2017, 30 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- 4500€ KTM/KTM

 

Typische Dolpo-Szenerie: Ein schier endloses Auf und Ab - Moritz
 


Kurzbeschreibung: Von Kathmandu geht es im Flugzeug nach Nepalgunj im westlichen Terai und am nächsten Morgen weiter bis zur Flugpiste Juphal, wenige Stunden entfernt vom Distrikt Hauptort Dunai. Nach drei Tagen Wanderung erreicht man Ringmo am berühmten Shey-Phoksumdo See, der die „Grenze“ zwischen Lower und Upper Dolpo markiert. Vier Tage und zwei 5000er-Pässe hinter Ringmo liegt die legendäre Shey Gompa, bekannt aus dem Peter Matthiessens berühmter Reisebeschreibung „Der Schneeleopard“. Über weitere hohe Pässe geht es zum Hauptort Saldang und zum letzten Außenposten der Region, Chharkha Bhot. Vom Jungben/Sangda-Pass, des höchsten Passes der ganzen Tour, genießt man eine geniale Aussicht auf den Dhaulagiri und, jenseits des Kali Gandaki-Tals, auf das Annapurna-Massiv. Die Wanderung endet in Jomsom, von dort geht es mit dem Auto zurück nach Kathmandu. Die Tour beinhaltet 25 Tage auf Trekking-Tour, davon 19 reine Wandertage.

Höhepunkte: Eindrucksvoller Flug von Nepalgunj im Terai nach Juphal über den Himalaya-Hauptkamm; zwei Nächte am türkisfarbenen Shey-Phoksumdo See und Besuch des dortigen Bön-Klosters; die berühmte Shey-Gompa im Schatten des Crystal Mountain; Dolpos „Metropole“ Saldang; die großen Dörfer Shimen und Tinje; vier Pässe z.T. Deutlich über 5000 Meter und weitere über 4500 Meter; eine nun auch im Himalaya seltene Abgeschiedenheit, wodurch die lokale Kultur fast ursprünglich erhalten bliebt; spektakuläre Landschaften und unvergleichliche Farben auf der ganzen Tour

Talhammer-Vorteile: Durchführung der Reise schon ab zwei Personen, für 2017 schon gesichert; Moritz ist ein genauer Kenner der Gegend und der bürokratischen Hindernisse; Transport der Ausrüstung nicht durch Yaks, sondern umgänglichere Träger; ideale Saison zwischen Ende des Monsuns und Beginn des Winters

Sicherheit: Nepal ist ein sicheres Reiseland. Beim Flug von Nepalgunj nach Juphal kann es zu Verzögerungen kommen. Sollten diese länger als mehrere Tage dauern, muss die Route abgeändert werden. In Kathmandu kommt es gelegentlich zu Behinderungen durch Streiks, Boykotte und Aussperrungen. Da ausreichend Zeit zur Anpassung gewährleistet ist, sollte es keine Probleme mit der Höhenkrankheit geben. Ein Satellitentelephon ist vorhanden, im Ernstfall wird versucht, damit Hilfe zu holen. Die Gesundheitseinrichtungen in Upper Dolpo selbst kann man nicht einmal als rudimentär bezeichnen.

Stil: Zelt-Trekking

Datum/Dauer: 23.September(Samstag) bis 22.Oktober(Sonntag) 2017, 30 Tage

Preis: 4500€ von Kathmandu nach Kathmandu (Einzelzimmer/zeltzuschlag 250€)

Teilnehmerzahl: 2 bis 6 Personen

 


Ebenfalls häufig zu sehen sind Yak-Karawanen. Diese transportiert Bauholz von Ringmo nach Norden - Moritz

Detaillierter Tourverlauf:

01.Tag, 23.09., Abflug Deutschland (-/-/-)

02.Tag, 24.09., Ankunft Kathmandu (-/-/-)
Abholung vom Flughafen, Transfer in ein Budget-Hotel in der Freakstreet, Zeit für eigene Erkundungen.

03.Tag, 25.09., Flug Nepalgunj (-/-/-)
Am Vormittag Erledigung der Formalitäten, Beantragung Genehmigungen usw., am späten Nachmittag Flug nach Nepalgunj im westlichen Terai. Übernachtung in einem kleinen Hotel nahe des „Flughafens“.

04.Tag, 26.09., Flug Juphal, Trek Suligad (-/M/A)
Am frühen Morgen - hoffentlich - ca. 35min Flug nach Juphal(2490m), der Flugpiste Dolpos. Letzte Einkäufe und Start der Wanderung. Anders als im Titel beschrieben wird Dunai, der kleine Hauptort Dolpos, nicht besucht. Die erste Übernachtung im Zelt, am Ufer des Flusses(2280m), der vom Shey-Phoksumdo See kommt(3h).

05.Tag, 27.09., Trek Chepka, 6h, 2675m (F/M/A)
Der erste Tag richtig auf Tour. Noch befinden wir uns in Lower Dolpo. Den ganzen Tag wird dem Fluss Suli Khola gefolgt. Schon hier ist die Bevölkerung nicht mehr zahlreich, wir kommen nur durch wenige kleine Dörfer, die meistens von Hindus bewohnt werden.

06.Tag, 28.09., Trek Sumdowa, 6h, 3100m (F/M/A)
Weiter geht es auf und ab entlang des Suli Khola, durch vorwiegend dichte Fichtenwälder. Der Betrieb auf dem Weg ist spärlich.

07.Tag, 29.09., Trek Ringmo, Phoksumdo See, 4h, 3725m (F/M/A)
Zwei Stunden vor Ringmo ergießt sich der Suli Khola spektakulär in die Tiefe, dies ist einer der größten Wasserfälle Nepals. Nachdem die letzte Geländestufe erklommen wurde, fällt der Blick zum ersten Mal auf den smaragdgrünen Shey-Phoksumdo See. Das Lager wird unweit von dessen Ufer errichtet.

08.Tag, 30.09., Ruhetag Phoksumdo See (F/M/A)
Ruhetag und Akklimatisierung. Nicht weit liegt das kleine Bön-Kloster, dem wir einen Besuch abstatten. Bön war die Religion Tibets vor dem Buddhismus.

09.Tag, 01.10., Trek Ringmo Phoksumdo Khola Camp, 5-6h, 3950m (F/M/A)
Wie auf vielen Bildern zu sehen gehen nun auch wir hoch über dem Wasser am See entlang. Hier gelingen wohl die besten Photos der ganzen Wanderung.

10.Tag, 02.10., Trek Basecamp Nangdalo La, 5-6h, 4810m (F/M/A)
Der Weg führt weiter im Schatten des höchsten Berges von Dolpo, des Kanjroba(6612m). Wir nähern uns dem ersten richtig hohen Hindernis der Wanderung und übernachten im Basislager zu Fuße des Nangdalo La.

11.Tag, 03.10., Trek Shey Gompa, 5h, 4343m (F/M/A)
Der Anstieg zum Nangdalo La(5350m) ist noch relativ steil, aber dahinter hat man UPPER Dolpo endlich erreicht und der Abstieg nach Shey Gompa ist weder besonders anstrengend noch lange. Camp nahe dieses kleinen, aber doch recht berühmten Klosters. Das Dorf besteht aus nicht viel mehr als dem Tempel, einem Polizeiposten und einigen Nomadenzelten.

12.Tag, 04.10., Ruhetag Shey Gompa (F/M/A)
Gelegenheit, um die Umgebung des Klosters zu erkunden.

13.Tag, 05.10., Trek Namgung, 7h, 4360m (F/M/A)
Von Shey beginnt sofort der steile Anstieg zum Sela La(5095m). Auf dem Weg dorthin, und auch dahinter, kann man normalerweise zahlreiche Blue Sheep beobachten. Namgung ist das erste größere Dorf, welches wir besuchen.

14.Tag, 06.10., Trek Saldang, 3h, 3770m (F/M/A)
Der Weg nach Saldang, dem Hauptort Upper Dolpos, ist relativ kurz und einfach. Saldang ist seinerseits nicht besonders groß, dehnt sich aber über einen ganzen langen Hang aus. Wir stellen die Zelte an dessen Ende, nahe des Flusses, auf.

15.Tag, 07.10., Ruhetag Saldang (F/M/A)
Auch in Saldang gibt es genug zu tun, um einen Extratag dort zu verbringen.

16.Tag, 08.10., Trek Khoma Khola, 4-5h, 4060m (F/M/A)
Wir erklimmen den Khoma La(4460m) und durchwandern das Dorf Khoma und übernachten an einer günstigen Stelle an einem Bach weiter östlich.

17.Tag, 09.10., Trek Pu, 5-6h, 3900m (F/M/A)
Nach der Überquerung des Shimen La(4260m) erreicht man die Dörfer Shimen und später Mendo. Hier ist alles aus China, besonders auch die Mopeds, die auf den ersten Blick vom Himmel gefallen scheinen.

18.Tag, 10.10., Trek Humlam Khola, 5h, 4110m (F/M/A)
Das Gelände ist verhältnismäßig einfach, man bemerkt deutlich, wie man den Himalaya hinter sich gelassen hat und schon auf dem tibetischen Hochland herumspaziert. Tinje ist ein weiteres Dorf, das ohne weiteres schon in China liegen könnte und wo der nepalesische Staat keinerlei Präsenz zeigt. Die Zelte stellen wir in einem sanften Tal auf.

19.Tag, 11.10., Trek Mu La BC, 4h, 4835m (F/M/A)
Weiter geht es schön peu à peu zum Fuße des nächsten Hindernisses, dem Mu La.

20.Tag, 12.10., Trek Mu La, Chharkha Both, 6-7h, 4110m (F/M/A)
Der Aufstieg zum Mu La(5030m) ist nicht besonders steil, aber lang. Von dort erste Ausblicke auf die gigantische Kette, die am Dhaulagiri im Osten beginnt. Chharkha Bhot ist das letzte und größte Dorf in Upper Dolpo. Hier gibt es mehrere Einkaufs-und Übernachtungsmöglichkeiten.

21.Tag, 13.10., Ruhetag Chharkha Both
Letzter Ruhetag der Tour. Entweder man erkundet das festungsartige Dorf oder man lässt es vor dem höchsten Pass von allen etwas ruhig angehen.

22.Tag, 14.10., Trek Flusskreuzung, 4h, 4560m (F/M/A)
Nach einem späteren Start als sonst entlang des Flusses bis zum ersten Basecamp.

23.Tag, 15.10., Trek Sangda La Highcamp, Nulungsumda, 3h, 4780m (F/M/A)
Weiter bis zum Basecamp unterhalb des Sangda/Jungben Passes.

24.Tag, 16.10. Trek Sangda La, Sangta Ghok, 8-9h, 4795m (F/M/A)
Die härteste Etappe der ganzen Tour, doch wir sollten ausreichend ausgeruht und angepasst sein, um sie zu meistern. Zuerst geht es über den etwas mehr als 5000 Meter hohen Niwas La, von wo man die Serpentinen zum Sangda/Jungben La(5550m) erkennt. Gigantisches Panorama, auf den Dhaulagiri(8167m) und das unzugängliche Hidden Valley der Tour um den Dhaulagiri. Nach der Schulter eines dritten Passes das höchste Lager unserer Wanderung.

25.Tag, 17.10., Trek Sangta Village, 6h, 3710m (F/M/A)
Nach den Anstrengungen gestern geht es wieder lockerer zu. Sangta ist das erste permanent bewohnte Dorf in Musthang, der Fluss mündet schlussendlich in den Kali Gandaki.

26.Tag, 18.10., Trek Phalyak, 7h, 3175m (F/M/A)
Bis man das Kali Gandaki-Tal erreicht, steht eine ganze Serie von kleinen Pässen an. Der höchste davon ist der Bhima Lojun La(4460m). Von dort aus hat man einen unglaublichen, einzigartigen Blick auf den Thorung La(5416m), dem Hauptziel der bekannten Annapurna-Runde. Der Pass scheint förmlich gegenüber zu liegen, auf die Dörfer Muktinath und Jharkot blickt man sogar herab!

27.Tag, 19.10., Trek Jomsom, 3h, 2800m, Fahrt Pokhara, 9h ((F/-/-)
Die letzten drei Stunden zu Fuß bis Jomsom. Dort besteigen wir die Fahrzeuge und fahren zunächst im Jeep nach Beni und dann im Minibus nach Pokhara.

28.Tag, 20.10., Fahrt Kathmandu, 8h (-/-/-)
Fahrt im Minibus oder Taxi nach Kathmandu

29.Tag, 21.10., Reservetag Kathmandu (-/-/-)
Noch ein Tag Reserve in Kathmandu. Wenn man vorher in der Zeit liegt, kann man auch einen weiteren Tag in Pokhara verbringen.

30.Tag, 22.10., Flug Deutschland (-/-/-)
Mit dem Taxi zum Tribhuvan und zurück in die Heimat.

 

Shey Gompa - Moritz

Der Preis beinhaltet: Transfers und Inlandsflüge, Übernachtungen, Genehmigungen und Permits, internationale und lokale Führer/Träger, Freigepäck 15kg, Thuraya Satellitentelephon, angegebene Mahlzeiten

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum Nepal, Versicherungen, Trinkgelder, nicht angegebene Mahlzeiten, Getränke

Anforderungen: Man muss zunächst Willens sein, sich überhaupt auf eine abgelegene Gegend wie Upper Dolpo einzulassen und wird im Verlauf der Tour auf Einiges verzichten müssen. Das Gelände ist nicht besonders schwierig, dafür aber hoch. Das sollte wiederum kein Problem sein, da für Höhenanpassung im normalen Rahmen gesorgt wird. V.a. bei der Überschreitung des Sangda La muss man in der Lage sein, 8h und vielleicht sogar etwas mehr gehen zu können.

Ausrüstung: Die Trekking-Standardausrüstung ist ausreichend. Eispickel, Steigeisen, Helm usw. sind nicht erforderlich. Der Schlafsack sollte eine Komforttemperatur von -10°C besitzen. Wichtig sind ein Paar Sandalen für die Flussdurchquerungen und ausreichend Sonnencreme wegen der starken Höhensonne.

Flüge: Der internationale Flug muss selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

Visum: Bei Ankunft am Flughafen Kathmandu, 40$ für 30 Tage, korrekten Betrag bereithalten.

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und einer Bergungsversicherung werden dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames, abgelegenes und fast unbewohntes Gelände, Hilfe kann nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko, an Höhenkrankheit zu leiden ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

Verpflegung: Der Preis beinhaltet keine Mahlzeiten in Kathmandu oder während der Transfers. Kosten im Schnitt 10 bis 15€, ohne Softdrinks, Alkohol etc. Alle Mahlzeiten während der Wanderung sind inbegriffen. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Zusatznahrung wie Energie-riegeln und ähnlichem.

Unterkunft: Hotel am Durbar Square in Kathmandu, ansonsten im Zelt oder wie im Text angegeben

Transport: Jeeps und Minibusse werden über etablierte und vertrauenswürdige Agenten gemietet.

Leitung: Moritz Steinhilber hat die Strecke 2015 abgesehen von den Etappen zwischen Dunai bis zum Phoksumdo-See persönlich erkundet. Über den Sangda/Jungben-Pass ist er auch in den Jahren 2002 und 2007.

 

Upper Dolpo - Moritz

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