Talhammer
Chilasis vor der Diamir Flanke - Moritz

  Um den Nanga Parbat

Die Wanderung um das Nanga Parbat Massiv(8126 Meter) gehört zu den ganz großen Klassikern im Himalaya und weltweit. Nur wenige andere bieten eine solche Vielfalt an Landschaftsformen und führen durch kulturell so verschiedene Täler. Genauso ist kaum eine andere Tour körperlich so anstrengend wie diese über 4(!) hohe Pässe. Im Zentrum steht, buchstäblich und wie es sich gehört, der Nanga Parbat, von den Chilasi "König der Welt" genannt.

6.-27.Aug. 2017, 22 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- 2600€ ISB/ISB

 

Der "König der Welt", der DIAMIR, wie die Chilasi auf Shina sagen - Moritz

Kurzbeschreibung:  Die Tour verläuft nicht(wie sonst üblich) von der Rupal(Süd)seite zur Raikiot(Nord)seite, sondern entgegengesetzt, gegen den Uhrzeigersinn, von Raikiot nach Rupal. Sie  beginnt auf der Märchenwiese, dann geht es über die Pässe Juliper(4837 Meter) und Kutgali(4950 Meter) zum Diamirbasislager. Dort ist nach den Morden im Juni 2013 wieder so etwas wie Normalität eingekehrt und seit 2016 lassen sich(nach wie vor unter Polizeischutz) außer Winter- auch wieder Sommer-Expeditionen blicken. Die Trekking-Tour setzt sich fort über den Shorgalio Pass(4930 Meter) und den Mazeno(5377 Meter). Dies ist aber noch nicht das Ende: Wenn es bis zum Lager Toshe keine Verzögerungen gibt, steht einer Besteigung des Rupal Peaks(5855 Meter) nichts im Wege(außer das Wetter würde nicht mitspielen). Von dort gibt es nochmal bombastischere Aussichten auf die Rupal Flanke des Nanga Parbat.

Höhepunkte: Auf dieser fast einzigartigen Tour einzelne Höhepunkte zu benennen ist unmöglich. Leerlauf oder stupide Etappen gibt es außer während der unvermeidbaren An-und Abfahrt keine. Dies ist Trekking vom Feinsten!

Talhammer-Vorteile: Momentan kennt kaum jemand die Gegend am den Nanga Parbat so gut wie Moritz. Den Mazeno z.B. hat er mittlerweile sieben Mal überquert und kann aus eigener Erfahrung bezeugen, dass dies mit größeren Gruppen von Nord nach Süd sicherer ist wie umgekehrt(wie es andere Agenturen tun, weil es schon immer so war). Die am Ende angehängte Besteigung des Rupal Peaks kann im Bedarfsfall „geopfert“ werden und bietet dann drei Reservetage. Moritz hat gute Freunde in sämtlichen Tälern, die bei der Anstellung von Trägern(sehr wichtig in dieser Gegend!) behilflich sind. Er kennt sich aus mit den stets sich ändernden Sicherheitsvorschriften und kann lange vor Beginn, so gut es eben geht in Pakistan, alles Relevante in die Wege leiten.

Sicherheit: Der Anschlag vom 22.Juni 2013 bleibt unvergessen, aber auch im Diamir Tal muss es weitergehen. 2015 wurde Moritz von zwei bewaffneten Polizisten begleitet, als er zum ersten Mal mit seinen Freunden aus Chorit den Mazeno von Nord nach Süd überquerte. Es war ein seltsames Gefühl, doch selbst an das konnte man sich gewöhnen. Ob 2017 Leibwächter vorgeschrieben sein werden, lässt sich heute noch nicht sagen. Wenn ja, kommen sie selbstverständlich mit. Wenn nein, muss sich keiner Sorgen machen, denn eine Blamage wie 2013 will sich die Polizei von Gilgit-Baltistan nicht mehr leisten. Sind keine mehr vorgeschrieben, heißt das einfach, es sind keine nötig. 

Stil: Zelt-Trekking

Datum/Dauer: 6.August(Sonntag) bis 27.August(Sonntag) 2017, 22 Tage

Preis: 2600€ von Islamabad nach Islamabad (Einzelzimmer/zeltzuschlag 250€)

Teilnehmerzahl: 2 bis 8 Personen

Wer sagt, Chilasis könnten nicht hip sein? - Moritz

Detaillierte Tourenbeschreibung:

06.08., 01.Tag., Abflug Deutschland 

Empfehlen lassen sich die Fluggesellschaften Turkish, Qatar, Etihad und Emirates.            

07.08., 02.Tag., Ankunft Islamabad  

Juma Wali nimmt die Gruppe in Empfang. Nach ein paar Stunden Schlaf gibt es Frühstück, danach Erledigungen (Geld wechseln z.B.) und eine kleine Stadtrundfahrt.          

08.08., 03.Tag., Fahrt Chilas, 10h      

Die Fahrt beginnt um vier Uhr morgens. Zehn Stunden Fahrt hören sich zunächst lange an, doch es geht durch das malerische Kaghan Tal und über den Babusar Pass(4177 Meter) nach Chilas(1100 Meter). Das ist landschaftlich deutlich schöner und v.a. viel kürzer und weniger heiß als über den Karakoram Highway. Im Hotel in Chilas wartet Moritz auf die Gruppe.

09.08., 04.Tag., Fahrt Raikiot Bridge, Jhel, 2-3h, Trek Märchenwiese 3h, Beyal 1h

Heute muss der Hitze so gut es geht aus dem Weg gegangen werden, deshalb startet man morgens um fünf Uhr. Zunächst geht es im Minibus bis zur Raikiot Bridge, dann steigt man um in die lokalen Jeeps und fährt die beeindruckende Piste nach Jhel hinauf. Dort beginnt die Wanderung im Ernst. Mittagessen auf der paradiesischen Märchenwiese(3300 Meter). Mancher wird fragen, warum es nicht möglich ist, eine Nacht zu bleiben. Das wichtigste Argument ist wie immer „Zeit“. Und leider haben im Sommer nun die Touristen aus dem Punjab den Ort fest im Griff. Es geht noch eine Stunde nach Beyal(3420 Meter), von dort ist die Aussicht so gut wie von der Märchenwiese.

10.08., 05.Tag: Trek Raikot BC 4h, nachmittags Trek Juliper BC, 2h

Die Wanderung führt zum Drexel Grab unterhalb der mächtigen Raikiot Flanke. Hier haben sich die Deutschen in den Dreißiger Jahren des letzten Jhdt. Verausgabt. Hermann Buhl gelang über diese Seite am 3.Juli 1953 auf die Erstbesteigung, doch seitdem trifft man hier nur noch ganz selten auf eine Expedition. Nach der Mittagspause beginnen wir mit dem ersten Pass und steigen 2h auf zum „Basislager“ des Juliper Passes.

11.08., 06.Tag, Trek Juliper Pass, Patero, 6h

Der Juliper Pass(4837 Meter) gehört zu den leichteren Aufgaben. Wenn alles klappt, geht oben am Pass der erste Porterwechsel reibungslos über die Bühne. Über blumenbedeckte Hänge und blühende Weiden geht es hinab zum Lager Tret im Patero Tal. Man befindet sich in einer reinen Männergesellschaft. Die kleinen Jungs lungern neugierig den ganzen Nachmittag um die Zelte herum.

12.08., 07.Tag., Trek Kutumsagar, 4-5h

Steil geht es von Tret hinauf in Richtung Kutgali Pass. Man fragt sich immer wieder, warum die Leute eigentlich keine Serpentinen gehen und stattdessen gerade den Hang hoch. Auf der letzten Wiese, Kutum Sagar, (3785 Meter), mehr oder weniger eben, werden die Zelte zwischen großen Felsklötzen aufgeschlagen.

13.08., 08.Tag., Trek Kutgali Pass, Kutgali, 8-9h

Heute geht es zum ersten Mal richtig zur Sache. Einen Weg wird man zum Kutali Pass(4950 Meter) vergeblich suchen, ebenso im Abstieg. Es geht steil durch grobes Geröll, losen Schutt und teilweise Schnee. Dafür sind die Aussichten von oben, besonders auf den Mazeno Grat, einmalig. Quer durch das Beet geht es auch bergab, manchmal könnte man glauben, in Falllinie. Absolute Konzentration ist nötig. Am Abend kommt man zur Sommerweide der Chilasi-Bewohner von Buner Das, Kutgali(3820 Meter). Etwas abseits der Almhütten stellen wir nahe des noch unvollständigen Messnerhotels die Zelte auf.

14.08., 09.Tag.,Trek DiamirBC, Kutgali, 3-4h

Der Tagesausflug zum Diamir Basislager steht auf dem Programm, eine kurze Etappe. Dieses befindet sich im Gegensatz zu fast allen anderen von Bergen über 7500 Meter nicht auf einer Schuttmoräne, sondern auf einer flachen Blumenwiese. Nach 2h am Ziel(4160 Meter) kann man sich nur fragen wie an so einem göttlich schönen Ort etwas wie 2013 geschehen konnte.  2015 war noch kein Gedenkstein oder Erinnerungsplakette zu sehen.

15.08., 10.Tag., Trek Michael Camp, 6-7h

Der Tag beginnt mit der Querung des Diamir Gletschers, im Anschluss geht es sofort steil hinauf in Richtung Michael Camp(4420 Meter). Es ist nach dem deutschen Führer Michael Beek benannt, der diesen Pass angeblich als erster Ausländer gegangen sein soll.

16.08., 11.Tag., Trek Shorgalio Pass, Upper Loiba Meadow, 8h

Der Shorgalio Pass(4930 Meter) ist im Prinzip die härteste Nuss der Wanderung, extrem steil und völlig weglos. Hat es in den Tagen davor zu häufig geregnet, wird auf ihn verzichtet. Dann wird der Rupal Peak „geopfert“ und die Gruppe geht von Kutgali zunächst bergab nach Ser und Zangot und dann wieder bergauf Richtung Mazeno über Sagar, Airel und Loiba. Geht alles wie geplant, ist man abends in Upper Loiba, einem Fleck Wiese auf 4230 Metern.

17.08., 12.Tag: Trek MazenoBC, Erkundung Mazeno, 2-3h

Nach der Anstrengung gestern wieder eine leichtere Etappe. Hinter der kleinen Wiese geht es sofort ins Geröll der Moränen. Gelagert wird in Sichtweite des Mazeno, so gut es geht auf Stein, nicht Eis. Nach der Mittagspause schauen wir uns die Verhältnisse am Pass von etwas näher an.

18.08., 13.Tag., Trek Mazeno Pass, Toshe, 9h

Früher Aufbruch um fünf Uhr, damit man aus der Gefahrenzone(Steinschlag) ist, bevor die Sonne aufgeht. Egal ob nun Mitte August die Nordseite von Schnee oder Geröll bedeckt ist, im Anstieg ist sie vielleicht etwas anstrengend, aber sicher nicht riskant. Auf die Verwendung eines Fixseils wird nach Möglichkeit verzichtet, ist aber eine Option. Gegen neun Uhr, lange bevor die ersten Steine zu Tal poltern, sollten alle den Mazeno Pass(5377 Meter) erreicht haben. Die Aussicht vom höchsten Punkt der Wanderung ist … nicht mal so beeindruckend. Vom Diamir selber sieht man praktisch nichts, auch nicht vom berühmten Grat, der ebenso heißt. Langer Abstieg, vorbei am Mazeno Highcamp. Die zweite Hälfte ist ganz entschärft, wieder über Wiesen auf Wegen, die diesen Namen auch verdienen. Die Alm Toshe liegt auf 4150 Metern.

19.08., 14.Tag: Trek Shaigiri, RupalBC, 6-7h

Wenn wir uns am Abend des Vortages wirklich in Toshe befinden, also den Rupal Peak nicht „opfern“ oder „investieren“ mussten, geht es über die Alm Shaigiri(die ersten Menschen seit längerem, die nichts mit Trekking zu tun haben) in Richtung des eigentlichen Highlights der Tour. Die Knochen mögen nun etwas müde sein, doch lohnt es sich immens, die Reserven zu mobilisieren. Das Rupal Basislager liegt auf ungefähr 4400 Metern.

20.08., 15.Tag., Trek RupalHC, 5h

Auch auf der Astore Seite des Nanga Parbat sind nicht alle Hügel mit Wegen gesegnet. Es geht sehr geröllig sehr steil nach oben. Dafür sind schon die Aussichten vom Highcamp(4900 Meter) galaktisch. Höhenprobleme sollte es nun keine mehr geben.

21.08., 16.Tag., Besteigung Rupal Peak, HC 6-7h

Man muss schon sagen, dass heute, wenn man oben steht, das nicht ganz auf dem Gipfel des Rupal Peaks(5855 Meter). Die Gruppe wird sich auf einer sanften Schneekuppe(hoffentlich) die Hand geben. Der Hauptgipfel besteht aus einer ungefähr 40 Meter hohen dreizackigen Krone, die echtes Felskletterkönnen erfordert. Schon im Anstieg seilen wir uns wegen der Spalten an. Die Besteigung ist trotzdem nicht weiter schwierig noch riskant. Wenn das Wetter mitspielt, dann hat man von hier oben die besten Aussichten einer Tour, die vor besten Aussichten nur so strotzt. Zurück zum Hochlager. Wer sich aus was für Gründen auch die Besteigung nicht zutraut, bleibt den Tag über dort.

22.08., 17.Tag., Trek Latobo, 6-7h

Latobo(3450 Meter) bietet eines der schönsten Camps der Wanderung und die legendäre Aussicht auf die Rupal Flanke. Einen Teil des Nachmittags zumindest kann diese genossen werden.

23.08., 18.Tag., Trek HerrligkoferBC, 2-3h

Am vorletzten Tag der Wanderung lässt man diese nach den ganzen harten Etappen langsam ausklingen. Zwischen Start und Ziel liegt nur der Bahzin Gletscher. Das Herrligkofer Basislager (3400 Meter) ist nach dem kontroversen deutschen Expeditionsleiter Karl Maria Herrligkofer benannt, der die 1.(1953, Raikiot), 2.(1962, Diamir) und 3.(1970, Rupal) Besteigung des Nanga Parbat leitete. Das Lager ist noch einmal wunderschön. Es muss aber auch das Kalkül erwähnt werden, dass man in Tarshing während der Hauptsaison vor lauter Punjabis keinen Zeltplatz, geschweige denn seine Ruhe bekommt.

24.08., 19.Tag., Trek Tarshing, 4-5h Fahrt Chilas, 4-5h

Kurz vor Tarshing sieht man zum letzten Mal noch etwas Ungewöhnliches: Um endlich auch wie alle anderen mit dem Jeep nach Hause fahren zu können, haben die Bewohner von Rupal eine Piste über den Jongpher Gletscher gebaut. Dieser ist keinesfalls „tot“. Weil das Eis fließt, muss alle paar Tage nachgebessert werden. In Tarshing(2910 Meer) endet in Wanderung. Nach dem Mittagessen steigt man in den bereitstehenden Jeep ein, ab Astore geht es im Minibus weiter. An der Kreuzung, wo die Astore Stichstraße auf den KKH trifft, verlässt Moritz die Gruppe und fährt nach Gilgit. Juma fährt mit der Gruppe nach Chilas.    

25.08., 20.Tag., Fahrt Islamabad, 10h

Unter der Leitung von Juma geht es im Minivan zurück über den Babusar Pass nach Islamabad.   

26.08., 21.Tag., Reservetag ISB

Falls dieser Tag nicht schon vorher gebraucht wurde, kümmert sich Juma um ein im Preis nicht inbegriffenes Programm. Möglich sind ein Besuch in Taxila oder eine ausführlichere Besichtigung Islamabads mit einem Abstecher nach Rawalpindi.                   

27.08., 22.Tag., Flug Deutschland

Die Gruppe wird rechtzeitig zum Flughafen gebracht.      

                                       Geschafft! Nach der Überquerung des Mazeno Passes(halblinks im Hintergrund) - Moritz

Der Preis beinhaltet:

Transfers, Alle Übernachtungen, Komplettversorgung auf Trekking, Genehmigungen/Permits, Internationale und lokale Guides/Träger, Freigepäck 15kg, Satellitentelephon

Der Preis beinhaltet NICHT:

Internationaler Flug, Visum Pakistan, Versicherungen, Trinkgelder

Anforderungen: Die Tour erfordert sicheres Gehen in jeder Form von alpinem Gelände - steile Geröllhalden, Blockwerk, Moränen, Gletscher, einfach allem, was der Himalaya zu bieten hat. Das Wort „Weg“ kann man gleich aus dem Wortschaft streichen, den gibt es als Form(als Richtung natürlich schon!) eher selten. Zum Gehen kommen Passagen, bei welchen man kurzzeitig die Hände benutzen muss. Am Mazeno Pass und bei der Besteigung des Rupal Peaks muss manch steile Schneeflanke überwunden werden. Man muss das nicht nur gut gehen können, sondern auch lang, an manchen Tagen sehr lang. Wenn eine Trekking-Tour die berühmten fünf Stiefel für maximale Anforderungen verdient, dann „Um den Nanga Parbat“. Man kann die Tour leicht auch mit 5+ bewerten.

Ausrüstung: Besonders kalt wird es im August nicht, aber vielleicht nass. Es genügt ein Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -5°C, gegen Feuchtigkeit von oben, unten und der Seite muss man gewappnet sein. An Shorgalio und Mazeno Pass herrscht Steinschlaggefahr, da gibt es nichts zu beschönigen, deshalb ist ein Schutzhelm zwingend nötig. Genauso ein Eispickel und leichte Steigeisen für Mazeno Pass und Rupal Peak. Am Rupal Peak geht man auf jeden Fall phasenweise am Seil, deshalb benötigt man auch einen Klettergurt, mehrere Karabiner und Schlingen. Am Mazeno Pass wird eher kein Fixseil gespannt, das ist nämlich die ganze Idee mit der neuen Überquerung von Nord nach Süd.

Flüge: Die Tour und Talhammers Verantwortung beginnen in Islamabad, nicht Deutschland. Der internationale Flug muss deshalb selber gebucht werden, zeitig sich kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

Visum: Im Normalfall kostet ein einmonatiges Touristenvisum für Pakistan 36€. Leider ist auch in der BRD die Beantragung nicht mehr problemfrei. Die Botschaft in Berlin erreicht man unter www.pakemb.de, das Generalkonsulat Frankfurt unter www.pakmissionfrankfurt.de. Benötigt wird einiges an Papier, u.a. eine Buchungsbestätigung, die die Kunden von der Partneragentur in Pakistan erhalten, wenn sie sich für die Tour entschieden haben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt einen Visadienst, z.B. www.visum.de. Das ist zwar nicht günstig, macht aber die Sache einfacher, wenn es klemmt.

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und besonders einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames und abgelegenes Gelände, Hilfe kann im Ernstfall nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko, an Höhenkrankheit zu leiden ist eher gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

Verpflegung: Der Preis beinhaltet sämtliche Mahlzeiten, egal ob in einem Restaurant oder auf Trek, jedoch keine Getränke(Alkohol gibt es sowieso keinen).Während der Wanderung standardmäßige Verpflegung, wer besondere Bedürfnisse(z.B. Vegetarier) hat, soll die vorher anmelden. Natürlich ist eine Trekking-Tour in Pakistan keine Feinschmeckerreise, wen täglich Chapattis, Kartoffeln, Reis, Linsen und Nudeln etwas nerven, bringe z.B. sein Müsli zum Frühstück und andere Leckereien mit. Wobei man bemerken muss, dass die Trekkingküche Pakistans seit den Achtziger Jahren sich sehr gebessert hat, es gibt nun regelmäßig Salate, Obst und Fleisch, dazu Kaffee und Instantgetränke aller Art. Wichtig ist Energieversorgung während des Gehens, deshalb ausreichend Kraftriegel usw. mitbringen.

Unterkunft: Die von der lokalen Partneragentur gebuchten Hotels gehören der Mittelklasse an. In Orten wie Chilas wird das Beste, was vorhanden ist, gebucht.

Transport: Die lokale Partneragentur kümmert sich auch um die Transportmittel wie Minibusse für die Fahrt von Islamabad nach Raikiot Bridge und von Tarshing nach Islamabad. Hier ist ATP, Adventure Tours Pakistan, ein jahrzehntelanger vertrauenswürdiger Partner von Moritz. Auf der Fahrt von Raikiot Bridge nach Jhel unterhalb der Märchenwiese muss man die bereitstehenden Jeeps der Einheimischen nützen.

Leitung: Zum ersten Mal war Moritz 1989 am Nanga Parbat. Allein und vollkommen unerfahren kam er damals auf Märchenwiese und in Rupal nicht weit, es war aber ein Anfang. 2005 und 2007 überquerte er die Pässe Mazeno, Kutgali, Juliper und Muthat, 2009 ging es dann von Tarshing über Mazeno, Shorgalio, Kutgali, Juliper, Muthat und drei weitere Pässe auf der Südseite sogar 365° um den Nanga Parbat. 2010/11/12 folgten kommerzielle Runden mit wechselhaftem Ausgang. 2011 bestieg er privat den Buldar Peak und den Juliper Peak South. 2014 durfte man den Mazeno nicht überqueren, so blieb es bei einer einseitigen Besteigung von Rupal aus, zum Ausgleich ging es noch etwas weiter südlich bis zum Shontar Pass, der Grenze zu Azad Jammu&Kashmir. Im selben Jahr bestieg er auch den Rupal Peak. Dann 2015 privat zum ersten Mal die Tour gegen den Uhrzeigersinn. 2016 wurde privat nach einer Alternative zum Mazeno gesucht, der Bakri (Ziegen) Pass stellte sich aber als zeitlich nicht machbar heraus. Auf der rechten Seite des Indus wurde der Shomori Peak(4880 Meter) bestiegen, der ein weiteres unglaubliches Panorama des „Königs der Berge“ anzubieten hat.

Da Moritz voraussichtlich vor und nach der Tour um den Nanga Parbat weitere Touren leiten wird, stößt er erst am 3.Tag(8.August) in Chilas zur Gruppe und verlässt diese am 19.Tag(24.August), wenn die Gruppe zurück nach Chilas fährt.

Der einheimische Bergführer ist Juma Wali aus Chorit bei Astore auf der Südseite des Nanga Parbat. Juma und Moritz kennen sich seit 2005 und haben gemeinsam alle Privattouren in der Gegend durchgezogen. Mit Moritz ist er viermal über den Mazeno, mit anderen Gruppen noch einige Male mehr. Juma kennt die Verhältnisse in allen Tälern bestens und ist ein Garant dafür, dass mit den Trägern sowenig wie möglich schief geht. Auf der Fahrt von Islamabad nach Chilas und umgekehrt wird er die Verantwortung für die Gruppe übernehmen und sie allein begleiten.

Die ganze Pracht von Diamir - Moritz 2009

 

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