Talhammer
In Afghanistan wird es frisch im November, aber es lohnt sich - Moritz

  Spätherbstliche Kulturrundreise Afghanistan - und Bozkashi

November 2020, 16 Tage --- Kulturrundreise --- Untamed Borders --- 4450$ KBL/KBL

 

Im November wird es reichlich frisch in Afghanistan, doch ist erst dann die Zeit für das wilde Reiter“spiel“ Bozkashi, welches die Turkvölker im Norden betreiben. Die Reise beginnt in Herat, der historisch intaktesten Stadt des Landes. Vier Nächte in Bamian bei den Hazara, wo man sich absolut sicher frei bewegen kann, Besuch der Seen von Band-e Amir. Wieder in den Norden nach Mazar-e Sharif und Balkh, natürlich ausgiebig Zeit in Kabul, inklusive eines Tagesausflugs ins nahegelegene Panjshir Tal.

 

Kurzbeschreibung: Ankunft Kabul, Flug Herat mit zwei Übernachtungen, Flug Kabul, Stadtbesichtigung, Flug Bamian, vier Übernachtungen mit Seen Band-e Amir, Flug zurück nach Kabul und am selben Tag weiter nach Mazar-e Sharif, drei Übernachtungen, mit Schrein Hazrat Ali, Balkh, hoffentlich Bozkashi(Termine....Afghanistan!) und Samangan, Flug zurück Kabul, Souvenirs in Chicken Street, Heimflug

 

Höhepunkte: Hauptattraktion wäre natürlich eine Partie Bozkashi in Balkh; die historischen Denkmäler in Herat; Buddha-Nischen, Band-e Amir und dörfliches Leben in Bamian, Hazarajat; die historischen in Balkh und Samangan, Hazrat Ali Schrein Mazar-e Sharif; Panjshir Tal mit Ahmad Shah Massud Gruft; ausführliche Besichtigung Kabuls

 

Talhammer-Vorteile: Die Agentur Untamed Borders unter der Leitung des Engländers James Willcox führt seit 10 Jahren Kultur-und Trekkingreisen in Afghanistan durch. Während dieser Reisen kam nie ein Kunde zu Schaden. In diesem Zeitraum haben James, seine Mitarbeiter in England und v.a. seine Partner vor Ort in Afghanistan ein Netzwerk verlässlicher Guides, Fahrer und Unterkünften aufgebaut. Vermutlich kann kein anderer Reiseveranstalter im Westen auf eine solchen Erfahrungsschatz zurückblicken. Moritz war während der Nullerjahre wiederholt privat in Afghanistan und von 2013-15 für Untamed Borders viermal im afghanischen Wakhan Korridor tätig. Sein Farsi ist mittlerweile etwas angestaubt, doch ein paar Tage Afghanistan genügen, damit er wieder mit den Menschen ins Gespräch kommt. Sein Pushto ist „under process“.

 

Sicherheit/Saison: Damit alles zur Sicherheitslage in Afghanistan gesagt ist, hier die Reisehinweise des BM des Äußeren. Reisen durch Afghanistan bergen ihre ganz eigenen Gefahren und während versucht wird, den Kunden soviel Freiheiten als möglich zu bieten, hat der Reiseleiter das letzte Wort in Bezug auf Änderungen des Reiseverlaufs aus Sicherheitsgründen. Zwar führt der gewählte Reiseverlauf durch von UTB als sicher betrachtete Gegenden, doch Umstände können sich ändern, was den Reiseleiter zur kurzfristigen Routenänderungen oder -streichungen nötigen könnte. Falls die Änderung des Reiseverlaufs zusätzliche Kosten verursacht, könnten die Kunden dazu aufgefordert werden, einen Teil oder die gesamten Extrakosten zu tragen. Zum Beispiel wenn statt einer Autofahrt zwischen zwei Städten aus Sicherheitsgründen ein Flug nötig wird.

Im Spätherbst ist es Kabul kühl, in Bamian nachts schon richtig frostig und kalt. Selbst das im Sommer durchgeglühte Mazar ist nun frisch, deshalb wird jetzt Bozkashi gespielt. Besonders in Bamian bekommt man einen realistischen Eindruck, wie hart das Leben in Afghanistan bis heute ist.

 

Schwierigkeitsklasse: 0 – Schwierigkeiten sind nicht körperlicher, sondern mentaler Art. Afghanistan ist kein normales Urlaubsland, mit allem, was dazu gehört.

 

Stil: Kulturreise, wenn auch anderer Art

 

Datum/Dauer: November 2020, 16 Tage

 

Preis: 4450$. Die Anzahlung von 400$ garantiert einen Platz in der Reisegruppe. Die Anzahlung – das Pfand(Deposit) – ist verloren, wenn ohne Reiserücktrittsversicherung von der Reise Abstand genommen wird. Nur Doppelzimmer.

 

Teilnehmerzahl: 4 – 8

 

Die Gruppe wird während der gesamten Reise von zwei Untamed Borders Reiseleitern begleitet, einem deutschen/englischen und einem afghanischen.

 

Detaillierter Reiseverlauf:

 

01.Tag: Abflug Deutschland

 

02.Tag: Ankunft Kabul

Transfer vom Flughafen zum Hotel, ausführliche Reisebesprechung mit Betonung der Sicherheitssituation. Erste Stadtbesichtigung mit Britischem Friedhof, dem Zakhi Schrein und den Hügeln der Bibi Mahru.

 

03.Tag: Flug Herat

Am frühen Morgen Flug nach Herat im Nordwesten des Landes nahe der Grenze zu Iran. Zwei Übernachtungen. Herat besitzt den größten Schatz an historischen Bauten des Landes, und diese wurden so sorgfältig wie sonst nirgends seit 2001 restauriert. Herat war schon immer etwas separat vom Rest(wobei man das eigentlich von jeder Stadt sagen kann, das ist eben eines der afghanischen Grundprobleme), die Orientierung geht, trotz des Konfessionsunterschieds, Richtung Mashad im Iran, nicht Kabul. Daher die verhältnismäßige Stabilität, Sicherheit und (wieder) intakte Stadt.

 

04.Tag: Herat

Ein ganzer Tag Kultur. Jama Masjid (Freitagsmoschee), Gowar Shad Grabmal, Masullah Komplex und der atmosphärische Schrein von Khoja Ansari bei Gazar Gah.

 

05.Tag: Flug Kabul

Letzter Ausflug in die Bazaare dieser Stadt, die wenig andere in Zentral-und Westasien ihr Flair trotz aller Stürme behalten hat. Vergleichbar ist Herat nur mit Isfahan, Samarkand und Bokhara. Am späten Nachmittag Flug zurück nach Kabul.

 

06.Tag: Kabul

Ganzer Tag Besichtigung der afghanischen Hauptstadt, die sich von allen Plagen nicht unterkriegen lässt. Auf dem Programm stehen Kabul Museum, Shahr-e Doh Shamshira Moschee und Babur's Garden(sein Grab). Babur, türkisch-mongolischer Abstammung und geboren im späten 15.Jhdt im Fergana Tal, das heute in Kirgisien liegt, ist der Begründer der Moghul-Dynastie. In ihren Hoch-Zeiten regierten die Moghuls fast ganz Indien und große Teile West-und Zentralasiens. Sie schufen eine neue islamische Kultur und eigenem, charakteristischem und oft kopiertem Baustil, dessen bekanntestes Werk das Taj Mahal in Agra in Indien ist. Baburs (der Tiger!) sich dagegen bescheiden ausnehmendes Grab liegt in einem aufwändig restaurierten, von einer Mauer umgebenen Park.


 

07.Tag: Flug Bamian

Am frühen Morgen Flug nach Bamian, der Hauptstadt des Hazarajat im Zentrum des Landes. Die Hazaras sind Shia und vermutlich Nachkommen der Armeen Dschingis Khans. Wegen ihres mongolischen Aussehens und v.a. ihrer Konfession sind sie eine wenn nicht unbedingt verfolgte, dann aber doch leider verachtete Minderheit. Genau aus diesem Grund gehört ihre Heimat, der Hazarajat, zu den sichersten Gebieten Afghanistan, denn besonders sie haben mit Taliban und anderen Sunni-Extremisten nicht das Geringste zu tun. Am Nachmittag Besuch der Felsnischen, wo sich bis März 2001 die weltberühmten Buddha-Großstatuen Bamians befanden.

 

08.Tag: Bamian

Die Gruppe wird drei volle Tage – vier Nächte – in Bamian und Umgebung verbringen. Die Landschaft ist von großer Schönheit und man kann sich vollkommen sicher frei bewegen. Höhepunkt des Aufenthalts und eigentlich der ganzen Reise durch Afghanistan ist die Fahrt zum Ufer des Sees von Band-e Amir, der in einer Farbe wie Lapislazuli erstrahlt. Der Kontrast zur ariden Umgebung könnte nicht größer sein. Des Weiteren Besuche des Dragon Valley(Tal des Drachen), die Ruinen von Shahr-e Zohak(Rotes Fort) und die Überreste der Shehr-e Gholghola(Stadt der Schreie).

 

09.Tag: Bamian

In und um Bamian

 

10.Tag: Bamian

In und um Bamian

 

11.Tag: Flug Kabul, Flug Mazar-e Sharif

Früh morgens Flug zurück nach Kabul, Mittagessen Kabul, Flug Mazar-e Sharif

 

12.Tag: Balkh, Bozkashi, Mazar-e Sharif

Die Hauptattraktion des Tages ist der Besuch einer Partie Boz(=Ziege)kashi(=ziehen) in Balkh. In der sengenden Hitze des Sommers ist dieses wilde Spiel zu Pferd nicht möglich. „Spielgerät“ ist der enthauptete Kadaver einer Ziege, um den sich manchmal über hundert Reiter balgen. Rugby, Polo und Wrestling gleichzeitig, nur viel wilder.

Balkh ist, leider genauer gesagt war, schon lange weltberühmt, bevor sich usbekische Horden um eine kopflose Ziege stritten. Zu Zeiten Alexanders des Großen war es als Bactria bekannt. Hier wurde noch früher Zarathustra, der Stifter der weltweit ältesten monotheistischen Religion geboren. Ebenso im 10.Jhdt. Jalaluddin Rumi, der vermutlich bedeutendste Dichter der gesamten muslimischen Kultur und Begründer des Sufismus, des mystischen Zweigs des Islam. Überbleibsel der buddhistischen Vergangenheit findet man in den Stupas am Eingang der Stadt. Der mit blauen Fliesen verkleidete Schrein von Khoja Parsa zeugt vom muslimischen Vermächtnis der Stadt, ebenso wie die aus dem neunten Jahrhundert stammende Nau Gombad Moschee, der ältesten Moschee des Landes.

In Mazar-e Sharif Zeit, um das majestätische, im typisch blaugefliesten Stil erbaute Grabmal des Propheten Ali zu besuchen. Dies ist die mit Abstand wichtigste religiöse Stätte des Landes. Ali war Vetter und Schwiegersohn Mohammads, dem Stifter des Islams. Nach dessen Tod wählten ihn die Muslime zum ersten Kaliphen. Die Shia verehren ihn als den Stammvater ihrer Konfession.

 

13.Tag: Samangan, Mazar-e Sharif

Der dritte Tag in Mazar-e Sharfi führt zu den Ruinen des Klosters von Samagan, etwa zwei Stunden Fahrt Richtung Süden entfernt. Das 1500 Jahre alte Gelände beherbergt eine aus solidem Fels gemeißelte riesige Stupa. Nahegelegene Höhlen natürlichen und künstlichen Ursprungs dienten religiösen Ritualen. Auf der Fahrt nach Balkh kommt man durch Tashkurgan, einer weiteren Stadt der historischen Seidenstraßen, wo das verhältnismäßig neue Jagdschlösschen der letzten Könige Afghanistans besucht werden kann

 

14.Tag: Flug Kabul

Am frühen Morgen Flug zurück nach Kabul. Am Nachmittag Besuch der legendären „Chicken Street“, der einzigen Straße Kabuls, die man als „Touristenviertel“ bezeichnen könnte. Es drückt die Stimmung, wenn man bedenkt, wie hier in den 60er und 70er Jahren die Hippie-“Pioniere“ auf ihre Art die Moderne ins Land brachten und wo das Land nun gelandet ist. Nicht wegen der Hippies natürlich.

 

15.Tag: Panjshir Tal, Kabul

Tagesfahrt ins nördlich gelegene Panjshir Tal, oft beschrieben als der landschaftlich schönste Platz des ganzen Landes. Das ist zumindest die Meinung dessen Bewohner, der Panjshiris. Besuch des stattlichen Grabmals von Ahmad Shah Massud. Der bei einem Al Qaeda Attentat 2001 getötete „Löwe des Panjshir“ ist der am meisten verehrte Mujahideen-Kommandant aus den 80er und 90er Jahren und nach wie vor die wichtigste Identifikationsfigur der Tajiken, Afghanistans zweitgrößter Volksgruppe nach den Paschtunen. Mittagessen in einem Fischrestaurant am Ufer des Panjshir und Rückfahrt nach Kabul.

 

16.Tag: Flug Deutschand

Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland

 

Der Preis beinhaltet: Sämtliche Unterkünfte, Frühstück, Transporte/Transfers, Reiseleitung deutsch/afghanisch, 6 Inlandsflüge Kabul-Herat-Kabul, Kabul-Bamian-Kabul, Kabul-Mazar-Kabul, Thuraya Satellitentelefon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Visum, Versicherungen, internationale Flüge nach/von Afghanistan, Eintrittsgelder, Mittag-und Abendessen, Getränke, Trinkgelder, Zusatzkosten durch zusätzliche Flüge, die aus Sicherheitsgründen nötig werden

 

Anforderungen: Körperlich keine. Man ist jedoch in Afghanistan, wo selbst eine Kulturreise plötzlich spannender als erwartet werden kann. Chronisch krank sollte man besser nicht sein und nicht zum ersten Mal auf Reisen in Asien.

 

Ausrüstung: Keine besondere. Jedoch wird es im November besonders in Bamian schon richtig frisch, deshalb Winterkleidung einpacken. Allein deshalb kann man kurze Hosen, Röcke usw. daheim lassen. Unentbehrliche Medikamente und dergleichen ausreichend mitführen.

 

Flüge: Weder Untamed Borders noch Talhammer buchen internationale Flüge. Die müssen selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro. Untamed Borders bietet Unterstützung unter untamedborders@rtwexperts.co.uk, Tel. +44(0)8445609966

 

Visum: Weder Untamed Borders noch Talhammer besorgen die nötigen Visa direkt. Jedoch stellt Untamed Borders die nötigen Empfehlungsschreiben aus und hilft mit Adressen professioneller Visadienste weiter. In Deutschand zum Beispiel www.visum.de.

 

Versicherung und Gesundheit: Die Gesundheitsversorgung in Kabul und Mazar-e Sharif, wo ausschließlich übernachtet wird, ist im Vergleich zu vor 2001 geradezu fürstlich. Deshalb kann der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung lohnen, da im Notfall tatsächlich Hilfe bereit steht. Der Reiseleiter ist kein Arzt und führt nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mit. Am Mann ist ein Thuraya Satellitentelefon.

 

Verpflegung: Im Preis inbegriffen ist nur das Frühstück, kein Mittag-oder Abendessen und nicht die dazugehörigen Getränke. Weil erfahrungsgemäß verschiedene Leute gern in verschiedenen Gaststätten zu verschiedenen Zeiten verschiedene Gerichte bevorzugen. Es besteht also kein „Zwang“ zum gemeinsamen Essen. UTB und Moritz stellen gern ihre bevorzugten Restaurants und Chaykhanas(Teehäuser) vor. In den Städten reicht die Auswahl von luxuriös bis ländlich-bäuerlich. Alle Etablissements besitzen Charakter, doch kann keine absolut faire, absolute perfekte Wahl garantiert werden. Wenn es die Umstände erlauben, darf man auch auf eigene Faust, bei Gelegenheit allein, sein Lieblingsrestaurant aufsuchen.

 

Unterkunft: UTB und Talhammer werden und können keine einheitliche Unterkunft bieten. Die Faktoren Komfort, Lage, Design, Charakter, historische Substanz und die Frage, ob Menschen vor Ort profitieren, geben gemeinsam den Ausschlag bei der Wahl. Es gibt nur Doppel- und keine Einzelzimmer.

 

Transport: Aus Sicherheitsgründen ist bei allen Transfers über Land die Gruppe immer mit mindestens zwei Fahrzeugen unterwegs, damit keine Notlage eintritt, falls ein Fahrzeug den Betrieb einstellt. Bei der Auswahl von Fahrern und Fahrzeugen geben die Faktoren Straßenzustand, Reisedauer und die Fähigkeiten der Fahrer den Ausschlag. Sie wird so gewissenhaft wie möglich durchgeführt, Komfort und Wohlergehen der Kunden sind für UTB und Talhammer oberste Priorität. Trotz allem muss man hin und wieder in einem Land wie Afghanistan auf diesem Gebiet große Zugeständnisse machen.

 

Leitung: Von Flughafen Kabul bis Flughafen Kabul wird die Gruppe von einem Englisch sprechenden afghanischen Guide begleitet und betreut. Das heißt mehr Sicherheit und jeder Zeit ein Ansprechpartner für Hilfe und Beistand. Gelegentlich werden zusätzliche Guides vor Ort angeheuert, falls die Gruppe zu groß und in der Öffentlichkeit zu sichtbar sein sollte. Genauso begleitet Moritz die Gruppe von Flughafentor bis Flughafentor. Moritz war bis dato sechsmal in Afghanistan und spricht leidlich Farsi, genauer gesagt die afghanische Form Dari. Entworfen und geplant wird die Reise von Untamed Borders unter James Willcox.

 

Vertragspartner: James Willcox, www.untamedborders.com

 

Copyright © 2019 All Rights Reserved