Talhammer
Das Tor zum Shimshal Pamir - Moritz

  Shimshal Pass und Besteigung Mingalig Sar(6050 Meter)

In Pakistan sucht man für den Hobbyalpinisten geeignete niedrige 6000er meist vergebens. Doch besonders im abgelegenen Shimshal, dem nördlichsten Tal des Landes, gibt es einige davon, unter ihnen den 6050 Meter hohen Mingalig Sar. Der Berg ist nicht nur recht einfach, er bietet eines der fantastischsten Panoramen des Karakoram vom K2 bis zu den Ultar Peaks von Hunza. Abgerundet wird die Tour durch eine Abmarschroute über den Shpodeen Pass(5350 Meter).

26.Aug.-16.Sept. 2017, 22 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- 3100€ ISB/ISB

 

Das Lager Arbab-e Parien - Moritz

 

Kurzbeschreibung: In zwei Tagen fährt man über Babusar Pass und Chilas und durch den neuen Tunnel am Attabad See vorbei nach Passu. Ein dritter Tag Fahrt, nun im Jeep, kommt man nach Shimshal(3000 Meter), einem weit abgelegenen Dorf, bewohnt von Ismaeliten. Nach drei Tagen Wanderung überquert man mit dem Shimshal Pass(4370 Meter) die Wasserscheide zwischen Subkontinent und Zentralasien. Nicht weit dahinter liegt die Alm Shuwerth, die als Basislager dienen wird. 3 Tage sind für die Besteigung des Mingalig Sar eingeplant, 4 zusätzliche Reservetage sind vorhanden. Zurück nach Shimshal geht es über den Shpodeen Pass(5350 Meter). In Hunza Zeit zur Erholung und ein Tagesausflug zur Ultar Meadow. Rückweg Flug Gilgit nach Islamabad inbegriffen.

Höhepunkte: Der Attabad See und der 2015 eröffnete chinesische Tunnel; (2x)Fahrt durch den Canyon nach Shimshal Village; Kultur der Shimshali auf der Alm Shuwerth; einfacher 6000er mit spektakulärem Gipfelpanorama; hohe Wahrscheinlichkeit, Blue Sheep(eine wilde Gemsenart) und andere Wildtiere zu sehen;

Talhammer-Vorteile: Bei einer Bergbesteigung zählt immer Zeit; die haben leider viele Interessierte nicht. Wer sich jedoch für diese Tour entscheidet, bekommt Zeit (3 Tage Besteigung plus 3 Reservetage) für den Mingalig Sar.

Sicherheit: Nördlich von Gilgit, in den Gebieten der Shia und Ismaeli, sind Taliban und Extremismus so unbeliebt wie in Deutschland. Anfahrt über den sicheren Babus, Pass. Rückweg per Flugzeug, ansonsten wieder Babusar Pass. Am Mingalig Sar keine Steinschlag- oder Lawinengefahr, Besteigung nur bei gutem Wetter; Ausreichend Akklimatisierung zur Vermeidung von AMS.

Stil: Zelt-Trekking, (Klein)Expedition

Datum/Dauer: 26.August(Sonntag) bis 15.Juli(Sonntag) 2017, 22 Tage

Preis: 3100€ von Islamabad nach Islamabad (Einzelzimmer, zeltzuschlag 200€)

Teilnehmerzahl: 4 - 8 Personen

 

Die Hochalm Shuwerth nahe dem Shimshal Pass(4730m) - Moritz

 

Detaillierte Tourenbeschreibung:

26.08., 01.Tag, Abflug aus Deutschland

Empfehlen lassen sich die Fluggesellschaften Turkish, Qatar, Etihad und Emirates.                        

27.08., 02.Tag, Ankunft Islamabad   

Der einheimische Guide erwartet die Gruppe am Flughafen. Nach ein paar Stunden Schlaf gibt es Frühstück, danach Erledigungen (Geld wechseln z.B.) und eine kleine Stadtrundfahrt.                        

28.08., 03.Tag, Fahrt Chilas über Babusar Pass, 10h

Die Fahrt beginnt um vier Uhr morgens. Zehn Stunden Fahrt hören sich zunächst lange an, doch es geht durch das malerische Kaghan Tal und über den Babusar Pass(4177 Meter) nach Chilas(1100 Meter). Das ist landschaftlich deutlich schöner und v.a. viel kürzer und weniger heiß als über den Karakoram Highway.             

29.08., 04.Tag: Fahrt Passu, 7h

Weiterfahrt um 6 Uhr. An der Raikiot Brücke beginnt der von den Chinesen ausgebaute Teil des KKH, nun ist Fahren ein Genuss. Vorbei an Gilgit es nach Hunza. In Aliabad schließt sich Moritz der Gruppe an. Weiterfahrt zum Attabad See und nicht mehr weiter mit dem Boot, sondern durch die neuen chinesischen Tunnels über Shishkat und Gulmit nach Passu. Nachmittags Zeit für einen kurzen Spaziergang.

30.08., 05.Tag, Fahrt Shimshal Village, 4-5h

In Gilgit-Baltistan gibt es viele wilde Pisten, jene zwischen Passu und Shimshal Village ist eine davon. Unterwegs schöne Aussichten auf den Giganten Distaghil Sar(7885 Meter) und den Malangutti Gletscher an seinem Fuße. Über diesen Gletscher führte früher der Weg. Recht zeitige Ankunft, doch wir lagern. Organisation der Porter, erste Nacht im Zelt.

31.08., 06.Tag, Trek Past Furzeen, 6-7h

Beginn der Wanderung. Ganz Nordpakistan ist atemberaubend, Shimshal auf seine Art was ganz Besonderes. Der Weg entlang des Canyons zum Teil sehr ausgesetzt, dabei wurde dieser in den letzten Jahren deutlich entschärft. Die Gegend ist sehr trocken, viel Geröll, doch trotzdem großartig. Lager in dem kleinen Camp Past Furzeen(3360 Meter).

01.09., 07.Tag, Trek Arbab-e Parien, 6h

Bald überquert man den Shimshal Fluss und der Weg wird noch anspruchsvoller. Durch den tiefen Canyon bei Purien-e Ben und ersteigt die sehr steile Gegenseite. Oben eine Steinmauer und ein Holztor, das wenn man ankommt, wie ein Himmelstor erscheint. Die Landschaft ändert sich schlagartig, der Weg wird nun viel flacher, die Landschaft sanfter. Erste Blicke auf den Mingalig Sar. Man hat das Karakoram hinter sich und kommt nach Zentralasien. Lager in Arbab-e Parien(3980 Meter).

02.09., 08.Tag, Trek Shimshal Pass, Shuwerth 7-8h

Anstrengend bleibt die Wanderung trotzdem, v.a. der heutige Tag. Pause in der Alm Shuizherav (4350 Meter). Eine deutliche Stufe nach oben und man befindet sich auf den weiten Wiesen des Shimshal Pamir(Pamir heißt im Prinzip Weidegrund), wo hunderte Yaks und große Ziegen-und Schafsherden grasen. Diese Tiere sind der Grund, warum es in Shimshal noch Menschen gibt. Über flache Hügel geht es zum Pass von Shimshal(4730 Meter). Die sachte Kuppe nimmt man zuerst nicht als Pass wahr. Dabei hat sie größere geografische Bedeutung als die steilsten und höchsten Pässe des Karakoram: Westlich von ihr fließt alles Wasser mit dem Indus ins Arabische Meer. Östlich fließt das Wasser in die Taklamakan Wüste der chinesischen Provinz Xinjiang und versickert irgendwo am östlichen Rand des Tarim Beckens. In weniger als einer halben Stunde ist man am Ziel, der großen Alm Shuwerth.

03.09., 09.Tag, Akklimatisierung Shuwerth

Heute besteht ausgiebig Gelegenheit, um das Treiben auf einer Alm im Karakoram zu beobachten. Hier sind alle Menschen Ismaeliten und es möglich, mit Frauen ins Gespräch zu kommen und sie auch, dezent und nach Anfrage, bei der Arbeit zu fotografieren. Hauptarbeit ist das Melken der Tiere und die Verarbeitung der Milch, auch hier ist das meistens Frauenarbeit. Vielleicht hat man Gelegenheit, in einer der geduckten Hütten das Mittagessen, Köstlichkeiten aus Joghurt und Fladenbrot, einzunehmen. Im Winter werden die Schafe in die Täler getrieben, die Yaks bleiben da. Ebenso ein paar Männer, die nach ihnen schauen.

04.09., 10.Tag, Trek Mingalig Highcamp

Es geht zu unserem kleinen Basislager(2,5h, 4850 Meter), wenn man nur drei oder vier Zelte benötigt, noch 1,5h weiter zu einem „Highcamp“(5120 Meter).

05.09., 11.Tag, Besteigung Mingalig Sar, Trek Shuwerth, 8h

Aufbruch um 4.30 Uhr. Früher oder später wird angeseilt und die Steigeisen festgezurrt. 3-4h vom Highcamp bis zum Gipfel, unterwegs beginnt ein unvergesslicher Sonnenaufgang. Man sieht den K2 im Osten und Bojohagur, Ultar und Shispare im Westen. Wahnsinn ist aber der Hispar Muztagh direkt vor der Nase mit den Gipfeln von u.a. Tirvor(7577 Meter), Distaghil Sar(7885 Meter), Kunyang Khhish(7852 Meter), Yukshin Gardan(7530 Meter) und Kanjut Sar(7760 Meter). Den Mingalig Sar nicht bis zum letzten Gipfel gehen, dieser ist überwechtet. Nach ausreichend Gipfelzeit Abstieg bis zum Basislager und zurück nach Shuwerth.

06.09., 12.Tag, Trek Arbab-e Parien, 7h

Auf dem selben Weg zurück nach Arbab-e Parien(3980 Meter).

07.09., 13.Tag, Trek Mai Dur, 6-7h

Nun verlassen wir den bekannten Weg und wenden uns nach Nordwesten. Im Tal des Mai Dur Flusses besteht die Möglichkeit, Blue Sheep, eine Wildgemsenart zu sehen.

08.09., 14.Tag, Trek Shpodeen Pass, Shpodeen, 7-8h

Die Erreichung des Shpodeen Passes(5350 Meter) ist nicht schwierig, aber anstrengend. Insgesamt ein recht langer Tag, doch wieder mit fantastischen Aussichten auf die einzigartige Landschaft Shimshals mit ihren kräftigen Farben und unterschiedlichsten Erosionsformen.

09.09., 15.Tag, Trek Zardgarben, Shimshal Village, 5h

Noch einmal hinein in einen der faszinierenden Canyons. Letzte Nacht im Zelt.

10.09., 16.Tag, Fahrt Karimabad, 6h

Zurück durch den Canyon nach Passu und zum Hotel in Karimabad. Duschen, Ausspannen.

11.09., 17.Tag, Ruhetag Karimabad

Beine hochlegen, Aussicht genießen, nachmittags Besichtigung des Fort

12.09., 18.Tag, Karimabad, Tagesausflug Ultar Meadow, 6-7h

Wer will, bleibt im Hotel. Ansonsten Ausflug zur Ultar Meadow. Drei Tage Karimabad dienen auch als Puffertage Mingalig Sar.

13.09., 19.Tag, Fahrt Gilgit, 2h

Kurz Fahrt nach Gilgit, nachmittags Ortsbesichtigung. Am Morgen verabschiedet sich Moritz von der Gruppe und bleibt in Karimabad. Der einheimische Guide wird das Steuer übernehmen und bis zum Abflug am 16.September die Gruppe leiten.                        

14.09., 20.Tag, Flug Islamabad oder Fahrt Islamabad via Babusar, 14h

Mittlerweile kann man von einer reellen Chance sprechen, am beabsichtigten Tag auch zu fliegen. Wenn doch nicht, wieder auf die Fahrt über den Babusar Pass.            

15.09., 21.Tag: Islamabad

Reservetag Islamabad. Bei Bedarf wird ein im Preis nicht inbegriffenes Programm geboten, z.B. Ausflug nach Taxila oder eine ausführliche Stadtrundfahrt mit Abstecher nach Rawalpindi.

16.09., 22.Tag: Flug n. Deutschland

  

Das Ziel ist im Hintergrund, der Mingalig Sar(6050m)  - Moritz

                          

Der Preis beinhaltet:

Transfers/Inlandsflug, Alle Übernachtungen und Mahlzeiten, Komplettversorgung auf Trekking, Genehmigungen und Permits, Internationale und lokale Guides/Träger, Freigepäck 15kg, Satellitentelephon

Der Preis beinhaltet NICHT:

Internationaler Flug, Visum Pakistan, Versicherungen, Trinkgelder

Anforderungen: Trittsicherheit und vor allem Ausdauer. Der gängigen Skala nach ist die Tour ohne Mingalig Sar eine 3-4, mit eine 4-5/5. Wer den Mingalig Sar besteigen will, sollte schon mal einen Klettergurt angelegt haben und mit Pickel und Steigeisen einen steileren Schneehang hinauf sein.

Ausrüstung: Im September ist das Wetter meist gut, die Temperaturen schon leicht herbstlich, deshalb sollte der Schlafsack einen Komfortbereich bis -12°C haben. Gepäck absolut wasserdicht verpacken. Keine Steinschlaggefahr, kein Helm nötig. Eispickel und leichte Steigeisen/Gamaschen. Keine Steigklemme(Jumar), aber Klettergurt, mehrere (Schraub) Karabiner und Schlingen, einige aus 7mm Reepschnur für Prusikschlingen.

Info: Moritz Steinhilber: "Reiseführer Pakistan"(2.Auflage März 2014), ISBN 978-3-941500-18-1, bei Mauser& Tröster, www.mtdruck.de, info@mtdruck.de, Tel.07473/954200, oder im Internet. Gründlicher kann man sich auf die Tour und auf Pakistan im Allgemeinen nicht vorbereiten.

Flüge: Die Tour und Talhammers Verantwortung beginnen in Islamabad, nicht Deutschland. Der internationale Flug muss deshalb selber gebucht werden, zeitig sich kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

Visum: Im Normalfall kostet ein einmonatiges Touristenvisum für Pakistan 36€. Leider ist auch in der BRD die Beantragung nicht mehr problemfrei. Die Botschaft in Berlin erreicht man unter www.pakemb.de, das Generalkonsulat Frankfurt unter www.pakmissionfrankfurt.de. Benötigt wird einiges an Papier, u.a. eine Buchungsbestätigung, die die Kunden von der Partneragentur in Pakistan erhalten, wenn sie sich für die Tour entschieden haben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt einen Visadienst, z.B. www.visum.de. Das ist zwar nicht günstig, macht aber die Sache einfacher, wenn es klemmt.

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und besonders einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames und abgelegenes Gelände, Hilfe kann im Ernstfall nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. AMS (Höhenkrankheit) keine große Gefahr. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

Verpflegung: Der Preis beinhaltet sämtliche Mahlzeiten, egal ob in einem Restaurant oder auf Trek, jedoch keine Getränke(Alkohol gibt es sowieso keinen).Während der Wanderung standardmäßige Verpflegung, wer besondere Bedürfnisse(z.B. Vegetarier) hat, soll die vorher anmelden. Natürlich ist eine Trekking-Tour in Pakistan keine Feinschmeckerreise, wen täglich Chapattis, Kartoffeln, Reis, Linsen und Nudeln etwas nerven, bringe z.B. sein Müsli zum Frühstück und andere Leckereien mit. Wobei man bemerken muss, dass die Trekkingverpflegung sich sehr gebessert hat, es gibt nun regelmäßig Salate, Obst und Fleisch, dazu Kaffee und Instantgetränke aller Art. Wichtig ist Energieversorgung während des Gehens, deshalb ausreichend Kraftriegel usw. mitbringen.

Unterkunft: Die von der lokalen Partneragentur gebuchten Hotels gehören der Mittelklasse an. In Orten wie Chilas und Skardu wird das Beste, was vorhanden ist, gebucht.

Transport: Um den Transport kümmert sich die lokale Agentur Northpakistan, ein langer verlässlicher Partner von Moritz.

Leitung: Moritz kennt Shimshal von Aufenthalten in den Jahren 2002, 2011, 2013 und 2015. Den Mingalig Sar hat er 2011 bestiegen. Die Agentur Northpakistan ist seit langem im Geschäft und ein verlässlicher Veranstalter von Trekking-Touren und Expeditionen. Der lokale Guide wird die Gruppe am 27./28.8. und 13.-16.9. führen.

Und deshalb geht man hinauf: v.li. Kanjut Sar(7760m), Yukshin Gerdan(7530m) und Distaghil Sar(7885m)... - Moritz

 

....weiter im Westen in Hunza der Shispare(7611m) und die ganze Batura Wand bestehend aus: Passu Peak(7295m), Passu Sar(7478m), Muchu Chhish(7453m) und die Baturas(7795m, 7762m, 7729m, 7594m)... - Moritz

 

...und auf der anderen Seite ganz im Osten der K2(8611m) - Moritz

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