Talhammer
Die Rupal Flanke des Nanga Parbat - Moritz

  Rupal, Deosai und Nangmah

13.-29.Juli 2018, 17 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- II-III --- 2300€ ISB/ISB

 

Der Norden Pakistans ist bekannt für gewaltige Wände und gigantische Türme. Diese kurze Tour, die Einfachste im Pakistanprogramm von Talhammer, deckt Beides ab: Zuerst besucht man auf der Südseite des Nanga Parbat(8126m) das Basislager der Rupal Wand, mit 5000 Metern eine der Höchsten der Welt. Nach der Fahrt über das Deosai Plateau geht es zum Amin Brakk(5800m), einem gigantischen Granitzahn in Baltistan. Somit die ideale Kombination des Besten, was Gilgit-Baltistan zu bieten hat.

 

Hochalm Latobo - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Im Minibus geht die Fahrt von Islamabad über den Babusar Pass(4117m) nach Chilas und auf dem Karakorum Highway weiter nach Astore und Tarshing. Von dort besucht man in vier Tagen das Basislager Latobo auf der Südseite des Nanga Parbat, der sogenannten Rupal Wand. Nach einer eintägigen Fahrt über das hohe und grüne Deosai Plateau erreicht man Skardu, die Hauptstadt von Baltistan. Weiter im Jeep nach Hushe und Kande. Mit einer weiteren viertägigen Wanderung geht es zum Basislager des Amin Brakk(5800m). Besonders Ostbaltistan ist weltberühmt für seine Granittürme und der Amin Brakk ist einer der imposantesten von allen. Zurück im Van von Kande nach Skardu und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von dort im Flugzeug nach Islamabad. Die Tour ist mit II-III bewertet und somit relativ leicht und selbst für Anfänger geeignet. Tagesetappen dauern nicht länger als sechs Stunden und befestigte Wege werden so gut wie nie verlassen.

 

Höhepunkte: Am Anfang die Fahrt auf dem Karakorum Highway und später über das malerische Deosai Plateau und von Skardu nach Kande. Die wahren Höhepunkte sind natürlich die Basislager unterhalb der Rupal Wand und dem Amin Brakk. Unterschiedliche ursprüngliche Kulturen – Sunniten am Nanga Parbat und Schiiten in Baltistan. Alles wie erwähnt recht einfach zu erreichen.

 

Talhammer-Vorteile: Die einfache und kurze Wanderung zum Fuß des Amin Brakk gehört noch immer zu den Geheimtipps in Nordpakistan. Vielleicht wird allgemein angenommen, dass ein Berg mit „nur“ 5800 Metern Höhe nicht beeindruckend sein kann. Das liegt ziemlich neben den Tatsachen. Moritz hat die Tour selber entwickelt und kennt beide Basislager.

 

Sicherheit/Saison: Bei der Fahrt nach Norden geht durch das sichere Naran Valley und über den Babusar Pass. Auf der Rupal Seite bekommt man eventuell einen Leibwächter. In Baltistan, wo nur Schiiten leben, gibt es keinerlei Sicherheitsbedenken. Von Skardu geht es höchstwahrscheinlich im Flugzeug zurück nach Islamabad. Die Tour findet in der Hauptsaison statt.

 

Schwierigkeitsklasse: II-III, das ist die bei Weitem einfachste Tour im Pakistanprogramm von Talhammer

 

Stil: Zelt-Trekking, mit einem Hotelaufenthalt in Skardu zwischen den beiden Wanderungen

 

Datum/Dauer: 13.Juli(Freitag) bis 29.Juli(Sonntag), 17 Tage

 

Preis: 2300€ von Islamabad nach Islamabad (Einzelzuschlag 200€)

 

Teilnehmerzahl: 4 bis 12 Personen

 

Einsame Bergwelt Nordpakistan - Moritz

 

Detaillierter Tourverlauf:

 

13.07., 01.Tag: Abflug Deutschland

Zu empfehlen sind die Fluggesellschaften Turkish, Qatar, Etihad und Emirates. Ankunft bitte nicht nach 5 Uhr morgens, da vom Flughafen weitergefahren wird.

 

14.07., 02.Tag: Ankunft Islamabad, Fahrt Naran, 6h

Der ATP-Guide nimmt die einzelnen Gruppenmitglieder in Empfang. Vom Flughafen geht es auf die Fahrt in den Norden. Der erste Tag ist verhältnismäßig kurz, Ziel ist das im malerischen Kaghan Tal gelegene Naran. Hier hat man den ganzen Nachmittag, um sich vom Flug und der Fahrt etwas zu erholen. Naran ist im Vergleich zu Islamabad angenehm kühl.

 

15.07., 03.Tag: Fahrt Babusar Pass, Chilas, Astore und Tarshing, 12h

Nach einem steilen Anstieg erreicht der Van den Babusar Pass(4177m), in endlosen Serpentinen geht es hinab nach Chilas und das heiße Indus Tal. Nach einem Mittagessen dort geht am Indus entlang zum Nanga Parbat Viewpoint und zum Abzweig nach Astore. Weiter durch die imposante Schlucht des gleichnamigen Flusses. In Astore Bazaar stößt Moritz zur Gruppe und übernimmt die Leitung. Da vorher eine andere Talhammer Tour stattfindet, ist dies nicht anders zu lösen. Nach weiteren zwei Stunden Fahrt erreicht man endlich das Tagesziel Tarshing(2910m). Die erste Nacht im Zelt, wenn das Wetter mitmacht, erblickt man zum ersten Mal den Nanga Parbat.

 

16.07., 04.Tag: Trek Herrligkofer Basecamp, 5h

Der erste Tag auf Wanderung. Mittlerweile führt tatsächlich eine Piste über den Jongpher Gletscher., erbaut von den Bewohnern Rupals(dem Dorf), um endlich wie alle anderen mit dem Jeep nach Hause fahren zu können. Der Gletscher ist keinesfalls „tot“. Weil das Eis fließt, muss alle paar Tage nachgebessert werden. Weiter geht es durch das kleine Dorf Rupal, einer Enklave von Schiiten in einem Tal, das ansonsten nur von Sunniten besiedelt ist. Herrligkofer Basecamp(3550m) zählt zu den schönsten Orten in Nordpakistan. Benannt ist der Ort nach dem legendären deutschen Expeditionsleiter Karl Maria Herrligkofer, der mehr als ein Dutzend Expeditionen von allen Seiten des Berges leitete. Der Versuch von hier war allerdings nicht erfolgreich.

 

17.07., 05.Tag: Trek Latobo, 3h

Die Überquerung des Bazhin Gletschers ist nicht ganz so einfach, doch unter fachkundiger Anleitung der Pakistani zu schaffen. Dutzenden mit Brennholz beladenen Eseln wird man begegnen. Nicht weit nach dem Gletscher kommt man an der Stelle vorbei, wo das Basislager der 1970er Expedition stand. Von hier begann Reinhold Messner seine epische Besteigung, die erste Bewältigung der Rupal Flanke und die anschließend die erste Überschreitung. Die Kontroverse um seinen dabei verstorbenen Bruder ist bis heute nicht beigelegt. Die Sommeralm Latobo(3620m) wird bald erreicht und man hat den ganzen Tag Zeit, den Blick auf die Rupal Wand zu genießen. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zu einer kurzen Wanderung zu einem Moränensee.

 

18.07., 06.Tag: Trek Herrligkofer Basecamp, 3h

Zurück auf dem gleichen Weg. In Herrligkofer Basecamp wird einem nicht so schnell langweilig.

 

19.07., 07.Tag: Trek Tarshing, 4-5h

Weiter zurück auf dem bekannten Weg und wieder Übernachtung auf dem Campingplatz von Tarshing.

 

20.07., 08.Tag: Fahrt Skardu über das Deosai Plateau, 8h

Das Deosai ist eine über 4000 Meter hoch gelegene Ebene nördlich der Grenze zu Indien. Die Landschaft hier unterscheidet sich vollkommen vom Rest Gilgit-Baltistans. Das Plateau ist nur drei Monate im Jahr schneefrei. Von Gorikot geht es steil bergan zum Sheoshar Pass und dem gleichnamigen See, ab dort dann durch grüne Wiesen ähnlich der Tundra. Mit ganz großem Glück erspäht man einen Bären, doch das ist sehr unwahrscheinlich. Gegen Ende der Fahrt fällt die Piste wieder tief zum Indus hinab. Vorbei am Satpara See, der die Stromversorgung Skardus gewährleistet, geht in die „Hauptstadt“ Baltistan. Übernachtung im Hotel mit Duschmöglichkeit.

 

21.07., 09.Tag: Fahrt Kandey, 7h

Entlang des Indus und danach des Shyok geht es nach Khapulu, dem Hauptort von Ghanche in Ostbaltistan. Dann biegt man Norden ab in das Tal des Hushe. In Kandey(2640m) wird wieder im Zelt übernachtet.

 

22.07., 10.Tag: Trek Lungma, 6h

Das Ziel der zweiten Wanderung dieser Reise ist das Basislager des Amin Brakk. Dieser gewaltige Granitklotz wurde erst 1999 zum ersten Mal bestiegen und wenn man seine schier endlosen Flanken hochstarrt, will man nicht glauben, dass der Berg „nur“ etwas höher als 5800 Meter ist. Der ganze Osten von Baltistan ist weltberühmt für seine senkrechten Wände, und unter ihnen ist der Amin Brakk nochmal eine Kategorie für sich. Am Morgen queren wir den Hushe Fluss, dann geht es stetig bergauf, gelegentlich durch Weiden“dschungel“. Lungma(3380m) ist ein parkähnliches Camp mit flacher Wiese und vielen schattenspendenden Weiden.

 

23.07., 11.Tag: Trek Nangmah, 4h

Der Weg nach Nangmah geht etwas steiler bergauf, doch mit Unterstützung durch die Mannschaft ist das alles gut zu schaffen. Nangmah(4120m) ist wieder ein äußerst spektakulärer Ort, das Lager ist förmlich von senkrechtem Granit eingekesselt. Der Nachmittag ist zum Ausspannen, die Leitung erkundet noch einmal den sichersten Weg zum Amin Brakk Basecamp.

 

24.07., 12.Tag: Rest Nangmah

Der Tagesausflug zum Amin Brakk Basecamp dauert nicht länger als drei Stunden. Dort kann man locker eine Stunde verweilen, um den Anblick auf sich wirken zu lassen. Wobei man diesen schon nach einer Minute vermutlich nie mehr vergessen wird. Angeblich haben die Basken, die den Berg zuerst durchstiegen, nach ihrem Koch benannt. Nochmal eine Übernachtung an diesem wunderbaren Ort

 

25.07., 13.Tag: Trek Kandey, 6h

Wanderung zurück auf bekannten Pfaden und noch eine letzte Übernachtung im Zelt.

 

26.07., 14.Tag: Fahrt Skardu, 6-7h

Zurück im Jeep nach Skardu.

 

27.07., 15.Tag: Flug Islamabad oder Fahrt Naran über Babusar, 15h

Das Flugverhalten der PIA hat sich in jüngster Zeit sehr verbessert und man hat nun eine echte Chance zu fliegen. Sollte es doch nicht so sein, muss eben nach Naran gefahren werden. Am Morgen verabschiedet sich Moritz von der Gruppe und der ATP-Guide übernimmt das Steuer.

 

28.07., 16.Tag: Ruhetag Islamabad oder Fahrt Islamabad, 6h

Falls man in Islamabad ist, kann sich die Gruppe ein im Preis nicht inbegriffenes Programm wählen, z.B. Taxila oder eine längere Besichtigung von Islamabad und Rawalpindi. Der ATP-Guide wird bei Auswahl und Durchführung behilflich sein.

 

29.07., 17.Tag: Flug Deutschland

Die Gruppe wird rechtzeitig zum Flughafen gebracht.

 

Der Sheosar See auf dem Deosai Plateau - Moritz

 

Der Preis beinhaltet: Transfers/Inlandsflug, sämtliche Übernachtungen und Mahlzeiten, Komplettversorgung auf Trekking, Genehmigungen und Permits, Internationale und lokale Guides, Träger, Freigepäck 15kg, Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder, Certec-Sack, Flaschensauerstoff

 

Anforderungen: Die Schwierigkeitsklasse der Tour ist II-III, das heißt in Nordpakistan Anfängertour, einfacher wird es selten. Sie ist auch von Leuten, die nie im Himalaya waren, aber Wandererfahrung und Kondition besitzen zu meistern. Die Hitze kann im Juli bedrückend sein. Das Risiko an AMS zu erkranken ist sehr gering.

 

Ausrüstung: Es genügt die Standardausrüstung, die auf der Homepage von Talhammer aufgelistet ist.

 

Info: Moritz Steinhilber: "Reiseführer Pakistan"(2.Auflage März 2014), ISBN 978-3-941500-18-1, bei Mauser& Tröster, www.mtdruck.de, info@mtdruck.de, Tel.07473/954200, oder im Internet. Präziser kann man sich auf die Tour und Pakistan allgemein nicht vorbereiten.

 

Flüge: Die Tour und Talhammers Verantwortung beginnen in Islamabad, nicht Deutschland. Der internationale Flug muss deshalb selber gebucht werden, zeitig sich kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro. Da direkt vom Flughafen weitergefahren wird, muss man den Flug so auswählen, um zwischen drei und vier Uhr morgens anzukommen.

 

Visum: Im Normalfall kostet ein einmonatiges Touristenvisum für Pakistan 36€. Leider ist auch in der BRD die Beantragung nicht mehr problemfrei. Die Botschaft in Berlin erreicht man unter www.pakemb.de, das Generalkonsulat Frankfurt unter www.pakmissionfrankfurt.de. Benötigt wird einiges an Papier, u.a. eine Buchungsbestätigung, die die Kunden von der Partneragentur in Pakistan erhalten, wenn sie sich für die Tour entschieden haben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt einen Visadienst, z.B. www.visum.de. Das ist zwar nicht günstig, macht aber die Sache einfacher, wenn es klemmt.

 

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und besonders einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames und abgelegenes Gelände, Hilfe kann im Ernstfall nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das AMS (Höhenkrankheit)-Risiko ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet sämtliche Mahlzeiten Heißgetränke, ob im Restaurant oder auf Trek, jedoch keine Kaltgetränke(Alkohol gibt es sowieso keinen). Während der Wanderung standardmäßige Verpflegung, wer besondere Bedürfnisse(z.B. Vegetarier) hat, soll die vorher anmelden. Natürlich ist eine Trekking-Tour in Pakistan keine Gourmet-Reise, wen täglich Chapattis, Kartoffeln, Reis, Linsen und Nudeln etwas nerven, bringe z.B. sein Müsli zum Frühstück und andere Leckereien mit. Dabei ist zu bedenken, dass die Verpflegung deutlich verbessert wurde, es gibt nun regelmäßig Salate, Obst und Fleisch, dazu Kaffee und Instantgetränke aller Art. Wichtig ist die Energieversorgung während des Gehens, deshalb ausreichend Kraftriegel usw. mitbringen.

 

Unterkunft: Die von der lokalen Partneragentur gebuchten Hotels gehören der Mittelklasse an. Es kann zu kurzfristigen Änderungen und Engpässen kommen, weil neuerdings Scharen von inländischen Touristen Astore und Baltistan besuchen und die Infrastruktur bis zum Äußersten belasten.

 

Transport: Die lokale Partneragentur kümmert sich auch um die Transportmittel wie Minibusse für die Fahrt von Islamabad nach Chilas und Skardu und die Jeeps nach Askole. Hier ist ATP, Adventure Tours Pakistan, ein jahrzehntelanger vertrauenswürdiger Partner von Moritz.

 

Leitung: Moritz kennt Rupal und Nangmah und hat diese Tour selbst zusammengestellt. Da vor und nach dieser Tour weitere geplant sind, wird Moritz vermutlich erst am 15.7.(Tag 3) in Astore zur Gruppe stoßen und sie am 27.Juli(15.Tag) in Skardu vorzeitig verlassen.

ATP wird der Gruppe einen erfahrenen Guide zuteilen, der in Abwesenheit von Moritz die Verantwortung trägt.

 

Vertragspartner: Adventure Tours Pakistan, www.atp.com.pk

 

 

Der Amin Brakk in seiner ganzen Pracht - Moritz

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