Talhammer
Geschafft! Am 9.August 2015 auf dem Lukpe La - mit Moritz’ Kamera

  Lukpe La: Von Askole nach Shimshal

7.Juli-2.Aug. 2019, 27 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- V --- 3500€ ISB/ISB

 

Tief im eisigen Herz des Karakorum liegt der 5833 Meter hohe Pass Lukpe La. Er verbindet den Biafo Gletscher und den Snow Lake im Süden mit dem Braldu Gletscher im Norden zu einem über 100 Kilometer langen Eisstrom. Die Tour durch diese weit abgelegenen Gegend ist eines der größten Abenteuer, die man als passionierter Trekker erleben kann. Sie selbst zu organisieren ist so gut wie unmöglich und es gibt praktisch auch keine Agentur, die das kann. In Zusammenarbeit mit ATP ist Talhammer nun dazu in der Lage.

 

Vom Lager Baintha ein Traumblick auf den Ogre(7285m, im Volksmund der Baintha Brakk) - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Nach der Ankunft fährt man im Minibus direkt weiter Richtung Skardu, je nach dem über den Karakorum Highway oder den Babusar Pass. Im Jeep weiter nach Askole, dort beginnt die Wanderung. Kurz hinter Askole biegt man nach Norden zum Biafo Gletscher. Diesem fünf Tage entlang bis zum Snow Lake. Weiter auf dem Sim Gang Gletscher und zum Fuß des Lukpe La(5833m). Nach dessen Überquerung erreicht man den Braldu Gletscher(nicht zu verwechseln mit dem Braldu Fluss, der dem Baltoro entspringt), geht diesen bergab und weiter am Ufer des nun anderen Braldu Fluss. Zwischen den Lagern Wesm und Gozkhun die Schlüsselstelle: An einem Stahlseil wie die Pioniere hängend überquert man den Fluss. Von dort hinauf zur berühmten Sommerweide des Dorfes Shimshal, dem Shimshal Pamir. Auf der „Standardroute“ von dort eben ins Dorf Shimshal, von dort mit dem Jeep nach Passu am Hunza Fluss, nun zurück in der Zivilisation. Im Minivan über Hunza nach Gilgit und von dort im Flugzeug zurück nach Islamabad.

 

Höhepunkte: Die Fahrt bis Askole über Skardu macht nicht immer Spaß, ist aber unvermeidlich und danach geht es richtig los. Auf wenigen Touren außerhalb der arktischen Zonen ist man so auf sich selbst gestellt und mitten in einem der heißesten Ländern Asiens bekommt den Eindruck, in Grönland oder Antarktis unterwegs zu sein! Man geht tief hinein ins eisige Herz des Karakorum und überquert dabei die zentrale Wasserscheide. Der Ausfluss des Braldu Gletschers bewässert die ehemaligen Seidenstraßenmetropolen Hotian und Yarkhand zwischen Kunlun Shan und der Taklamakan Wüste. Am Ende geht es über die Hochweide von Shimshal, von wo die vielen berühmten Hochträger stammen und durch mehrere spektakulär erodierte Canyons über Shimshal Dorf nach Passu. Gojal und Hunza sieht man leider nur im kurzen Vorbeifahren, dafür ist keine Zeit mehr. Nochmal exzellente Ausblicke auf den Nanga Parbat, falls es mit dem Flug von Gilgit nach Islamabad klappen sollte.

 

Talhammer-Vorteile: Vermutlich nicht mehr als drei Gruppen im Jahr überqueren den Lukpe La, manches Jahr – oder sogar Jahre in Folge – geht niemand über den Pass. Moritz ist einer von nur einer Handvoll westlicher Führer, die die Route aus eigener Erfahrung kennen und gegenwärtig der Einzige, der sie anbietet. Die Tour findet schon ab drei Teilnehmern statt. Sie findet statt in Verbindung mit Adventure Tours Pakistan(ATP), eine der erfahrensten und vertrauenswürdigsten Agenturen des Landes. ATP ist nachweislich einer der letzten inländischen Agenturen, welche die Kaution für Hubschrauberevakuierungen hinterlegt. ATP und Moritz arbeiten seit mehr als 20 Jahren erfolgreich zusammen. Die Tour enthält drei Puffertage, um auf veränderte Verhältnisse reagieren zu können.

 

Sicherheit/Saison: In Baltistan und Gojal leben ausschließlich muslimische Minderheiten, das sind Shia(Schi'iten) und Ismaeliten. Für radikale Sunni sind sie Häretiker und müssen die Extremisten noch mehr fürchten als Christen. Mittlerweile wird der Karakorum Highway streng bewacht, wenn möglich, fährt man bei der Anreise wird über den sicheren Babusar Pass. Zurück geht es im Flugzeug. Bergrettungen durch die Hubschrauber der armeeeigenen Gesellschaft Askari Aviation finden nur statt, wenn eine fünfstellige Kaution(in $ US) auf deren Konto hinterlegt ist, und ATP ist eine der wenigen Trekking-Agenturen, welche diese Kaution auch vor Beginn der Tour einzahlt. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Evakuierung nötig sein, ist bei gutem Wetter garantiert, dass die Helis auch kommen.

 

Schwierigkeitsklasse: V

 

Stil: Zelt-Trekking

 

Datum/Dauer: 7.Juli(Sonntag) bis 2.August(Freitag) 2019, 27 Tage

 

Preis: 3500€ von Islamabad nach Islamabad (Einzelzuschlag 300€)

 

Teilnehmerzahl: 3 bis 6 Personen

 

Auf dem Snow Lake - Moritz

 

Detaillierter Tourverlauf:

 

07.07., 01.Tag: Abflug BRD

Empfehlen lassen sich die Fluggesellschaften Turkish, Qatar, Etihad und Emirates.

 

08.07., 02.Tag: Ankunft ISB, Fahrt Naran, 6h

Der ATP Guide nimmt die Gruppe in Empfang. Im Minivan nach Naran unterhalb des Babusar Pass. Ist der Pass gesperrt, geht es auf einer langen Fahrt entlang des Karakoram Highway bis nach Chilas.

 

09.07., 03.Tag: Fahrt Skardu

Heute haben die Leute, die in Chilas übernachtet haben, den einfacheren Tag vor sich. Von Chilas bis Skardu ist man ungefähr zehn bis zwölf Stunden unterweg. Kommt man über den Babusar Pass (4177m), ist man 15 Stunden bis Skardu unterwegs.

 

10.07., 04.Tag: Ruhetag Skardu

Besichtigung des Trekking-Zentrums, eventuell Verschicken der Postkarten. Kurzer Ausflug zum Satpara See und dem Steinrelief Menthal Buddha. Teatime im K2 Motel mit der berühmten Aussicht auf den Indus.

 

11.07., 05.Tag: Fahrt Askole, 7h

Die Piste nach Askole wurde in den letzten Jahren gewaltig entschärft. Beginn der Fahrt um sechs Uhr, weil immer mit Hindernissen gerechnet werden muss. Strecke bis Hyderabad nun geteert! Erste Nacht im Zelt in Askole(3000 Meter).

 

12.07., 06.Tag: Trek Namla, 6h

Es geht endlich los. Ein paar Kilometer folgen wir der großen Spur, die zum Baltoro, Concordia und K2 führt. Vor dem Abfluss des Biafo trennen sich die Wege, wir gehen links, erklimmen einen kleinen Pass und erreichen die vollkommen zugeröllte Endmoräne des Biafo Gletschers.

 

13.07., 07.Tag: Trek Baintha, 7-8h

Dies ist vom Gelände her der härteste Tag der Wanderung, doch ab heute beginnt auch die fast unfassbar schöne alpine Umgebung. Es wäre sinnlos, einzelne Berge hervorzuheben; was man ab heute sieht, gehört zu den spektakulärsten Gebirgsgegenden weltweit. Den ganzen Tag kämpfen wir uns durchs Blockwerk, ohne Weg und Steg. Der Tag ist lang, aber es gibt keinen Sinn, wie früher das Lager Mango anzusteuern, weil vom Gletscher dahin und am Tag danach auf den Gletscher zurückzugelangen äußerst mühselig und Zeitverschwendung ist. Dafür ist Baintha ein wunderschönes Lager.

 

14.07., 08.Tag: Ruhetag Baintha

Akklimatisierung, Puffer, Erholung. Wenn das Wetter mitspielt, wird ein vierstündiger Ausflug zu einem Aussichtspunkt durchgeführt, von wo man fantastische Ausblicke auf den Ogre, seine Nebengipfel und die Latoks hat. Ist es bedeckt, bleibt man im Lager.

 

15.07., 09.Tag: Trek Karphogoro, 8-9h

Noch ein langer Tag, aber aus Ermangelung an Zwischenlagern nicht zu ändern. Immerhin wird nach der Weg von Baintha zurück auf den Biafo das Gehen deutlich einfacher. Nach einer Weile beginnt das weiße Eis und man kommt sich vor wie auf einem sehr breiten und endlos langen Highway. Ab Mittag beginnen die Spalten. Wenn sie noch weiter oben nicht von Schnee bedeckt sind, verzichtet man aufs Anseilen. Das letzte Lager auf der Seitenmoräne, eingeklemmt zwischen zyklopischen Steinblöcken.

 

16.07., 10.Tag: Trek Snow Lake I, 5h

Zum letzten Mal werden Träger zurückgeschickt und wir verabschieden uns auch von Tischen und Stühlen. Zurück aufs Eis und spätestens jetzt wird angeseilt. Das Gehen ist nicht schwer, der Snow Lake ist so gut wie topfeben und der Schnee verharscht, also trittfest. Es lauert aber auch eine Gefahr darunter, deshalb die Vorsichtsmaßnahme. Die nächsten Tage muss auch im Lager, beim Gang zur Toilette oder nur zwischen den Zelten, besonders aufgepasst werden. Der Snow Lake liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 4900 Metern.

 

17.07., 11.Tag: Trek Snow Lake II, 4h

Wenn die Sonne scheint, kann es richtig heiß werden. Ein Shimshali ist der Erste der Seilschaft und mit der längsten Stange des Essenszelt sucht er vor sich nach Spalten. Das Fortkommen ist langsam, man hat genug die wahrlich einmalige Umgebung zu genießen und zu fotografieren. Das Lager ist zwar kalt und ungemütlich, doch es liegt im Schatten der Nordwand des Ogre(7285m) und man hat den gewaltigen Hispar Pass(5150m direkt vor Augen). Das Lager liegt ungefähr auf 5300 Metern.

 

18.07., 12.Tag: Trek Lukpe La, Braldu I, 8-9h

Der letzte Anstieg zum Lukpe La ist nicht besonders steil, weil wir aber früh unterwegs sind, legen wir die Steigeisen an, da das Eis hart ist. Gegen sieben Uhr sollte es soweit sein, man erreicht den 5833 Meter hohen Pass, die Wasserscheide zwischen Süd-und Zentralasien. Ab jetzt fließt das Wasser in die Taklamakan, und wird den Ozean nie erreichen, stattdessen irgendwo in den Sümpfen von Lop Nur zwischen Xinjiang und Innerer Mongolei versickern. Einige Stunden geht es noch wie gehabt bergab, dann beginnt ein neues Problem: Eine endlose Zahl von Spalten. Das ist nicht gefährlich, sie sind viel zu groß, um übersehen zu werden, es ist aber sehr zeitaufwändig, einen Weg durch dieses Gewirr zu finden.

 

19.07., 13.Tag: Trek Braldu II, 6-7h

Es geht weiter wie gestern. Die meisten Spalten verlaufen quer, so geht man dauernd vom rechten Rand des Braldu zum linken und wieder zum rechten, ein endloses hin und her. Die Umgebung bleibt arktisch. Man kommt sich vor wie der erste Mensch überhaupt, der hier umherstreift.

 

20.07., 14.Tag: Trek Caravan Camp, 7h

Endlich bleiben die Spalten zurück und man kommt in die zugeröllten Moränen. Das ist auch kraftraubend, aber das Seil kann abgelegt werden und es geht einigermaßen geradeaus und nicht hin und her. Das Caravan Camp liegt noch auf dem Braldu Gletscher, aber auf soviel Geröll, dass man sagen kann, man hat das Eis hinter sich gelassen.

 

21.07., 15.Tag: Trek Wesm, 6-7h

Die Endmoräne des Braldu erwartet uns zum Abschied mit besonders grobem, wackligen Geröll, ein letztes Mal muss bei jedem Schritt äußerste Vorsicht walten, den auch die größten Blöcke könnten ihre Position ändern. Kurz vor Ende hört man Wasser rauschen, sieht den Braldu Fluss und fragt sich, warum nur das ganze Theater um die Überquerung, man könnte doch ganz einfach hier links gehen und der Fall ist erledigt. Problem ist nur, dass der Braldu häufig hin und her mäandert und dabei auch ganz an das linke Ufer des weiten Tales stößt. Und genau da ist einmal eine mächtige Felsklippe, die man, auch wenn man 500 Meter hochsteigt, nicht überwinden kann. Deswegen geht es auf der rechten Seite ab vom Braldu Gletscher. Das Lager Wezm, ungefähr auf 4000 Meter Höhe liegt geduckt unter einer mächtigen Felswand, abends entzünden wir, ja das geht wieder, ein Feuer.

 

22.07., 16.Tag: Durch/Überquerung Braldu, Trek Gozkhun, 5h

Aus dem Nichts kommt man durch Ruinen, die noch nicht alt sind. Eine ehemalige chinesische Kaserne, die aufgegeben wurde, als in den Sechziger Jahren hier Pakistan und China Gebiet tauschten. Dann steht die ungewöhnlichste Passage der Tour auf dem Programm. Wenn es nicht zu riskant ist, furten wir den Braldu, entweder zu Fuß oder auf einem Yak(benachrichtige Leute warten gegenüber), aber wirklich nur, wenn es zu verantworten ist. Ansonsten geht es noch eine Weile bergab zur „Brücke“, die nichts anderes ist als ein einzelnes Stahlseil. Wir legen die Klettergurte an und hängen einen Karabiner in das Stahlseil ein. Ganz aus eigener Kraft muss abgesehen vom Ersten niemand das Hindernis überwinden, die andere Seite hilft tatkräftig mit. Der Gepäcktransport dauert eine Weile, dann geht es weiter zum Lager Gozkhun, wo einige ältere Herren, ja, zuschauen, wie das Gras wächst und es vor herumstreunenden Yaks bewachen.

 

23.07., 17.Tag: Trek Chekor, 4h

Ein kurzer Tag auf dem fast gleichen Weg wie gestern. Nur auf der anderen Seite des Braldu und wieder flussauf.

 

24.07., 18.Tag: Trek Shuwerth, Shimshal Pamir, 6h

Es geht wieder bergan, wenn auch nicht besonders steil, vereist oder lange. Zur Mittagsrast sollten wir das Ziel, die Alm Shuwerth, erreichen. Hier trifft man (sozusagen) die Vermögenswerte Shimshals, hunderte Yaks und tausende Schafe und Ziegen. Diese Viehwirtschaft ist, was die Menschen heute noch in dieser Gegend hält, jedoch sind auch von hier viele Menschen abgewandert und mittlerweile gibt es in Karachi, Lahore und Islamabad mehr Shimshalis wie eben hier. Die Yaks bleiben hier das ganze Jahr, deswegen überwintern hier auch immer einige Hirten. Der Shimshal Pass(4850m) bildet die Wasserscheide zwischen Süd-und Zentralasien, ab jetzt fließt das Wasser in den Indus.

 

25.07., 19.Tag: Ruhetag Shimshal Pamir

Puffertag, doch nach 10 Tagen gehen kann man sich auch eine Ruhe gönnen. Gelegenheit, dem Treiben auf der Alm zuzusehen. Diese Arbeit wird meist von Frauen erledigt, so lange sind die Männer im Dorf und bestellen die Felder. Da die Menschen hier Ismaelis und sehr fortschrittlich sind, ist es möglich, nach vorherigem Fragen um Erlaubnis, auch Frauen zu fotografieren.

 

26.07., 20.Tag: Trek Arbab-e Parien, 7h

Als letztes bleibt der Weg vom Pamir ins Heimatdorf Shimshal. Zunächst noch flach, dann beginnt der Abstieg bei Shuicherav und man ist was das Gelände wieder unzweideutig im Karakorum. Arbab-e Parien kann man fast als „Refuge“ oder Alpenvereinshütte bezeichnen, die erste wenige Jahre alte Unterkunft dient als Unterschlupf hauptsächlich für die Schäfer und Familien, die zwischen Pamir und Shimshal unterwegs sind.

 

27.07., 21.Tag: Trek Shimshal village, 7h

Was die Schwierigkeit des Weges selbst angeht folgt heute, am letzten Tag der Wanderung, die härteste Passage. Der Canyon, den wir hoch oben entlang gehen, ist vollkommen erodiert und zerklüftet, der Weg zum Teil sehr exponiert. Nach fünf Stunden sollten wir das Haupttal erreichen und nach weiteren zwei Shimshal. Dies ist sie nun, die Heimat der meisten 8000er Besteiger und exzellenten Hochträger Pakistans.

 

28.07., 22.Tag: Fahrt Gilgit, 7h

Durch die atemberaubende Schlucht des Shimshal Flusses – auf einer mindestens so atemberaubenden Straße – geht nach Passu in Gojal am Karakorum Highway(KKH). Zurück in der Zivilisation, leider ist keine Zeit, um sich Gojal, Gulmit und Hunza anzuschauen. Auf der neuen chinesischen Straße nach Gulmit, das einige Jahre wegen des Attabad Sees nur mit dem Boot erreichbar war. Und durch die nagelneuen chinesischen Tunnels am See entlang nach Ganesh und Aliabad in Hunza und vollends bis Gilgit.

 

29.07., 23.Tag: Ruhetag Gilgit

Auch zur Reserve. Falls es nicht nötig ist, schauen wir uns den Bazaar und die Umgebung an, u.a. den Kargah Buddha.

 

30.07., 24.Tag: Flug ISB oder Fahrt Fahrt Naran über Babusar, 15h

Das Flugverhalten der PIA hat sich in jüngster Zeit sehr verbessert und man hat nun eine realistische Chance zu fliegen. Sollte es doch nicht so sein, muss eben nach Naran gefahren werden.

 

31.07., 25.Tag: ISB oder Fahrt ISB, 6h

Falls man in Islamabad ist, kann die Gruppe ein im Preis nicht inbegriffenes Programm wählen, z.B. Taxila oder eine längere Besichtigung von Islamabad und Rawalpindi. Der ATP-Guide wird bei Auswahl und Durchführung behilflich sein.

 

01.08., 26.Tag: Reservetag ISB

Falls man laut Plan am 28.Juli fliegt werden zweieinhalb Tage in Islamabad verbracht. Das ist lang, besonders im Juli. Es ist aber nicht anders zu lösen, auf dieser Tour können so viele unerwartete Ereignisse eintreten, dass es unverantwortlich wäre, nicht mehrere Puffertage einzubauen. Dies ist der Letzte, wie gestern kann man ein im Preis nicht inbegriffenes Programm wählen.

 

02.08., 27.Tag: Flug BRD

Die Gruppe wird rechtzeitig zum Flughafen gebracht.

 

Küchenzelt auf dem Snow Lake - Moritz

 

Der Preis beinhaltet: Transfers/Inlandsflug, sämtliche Übernachtungen und Mahlzeiten, Komplettversorgung auf Trekking, Genehmigungen und Permits, Internationale und lokale Guides, Träger, Freigepäck 15kg, Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder, Certec-Sack, Flaschensauerstoff

 

Anforderungen: Diese Tour ist eine V und deswegen nichts für Anfänger. Sie ist technisch nicht so anspruchsvoll wie K2+Gondoghoro und die Tour um den Nanga Parbat, dafür länger und deutlich isolierter. Zwischen Askole und Shimshal, das sind 12 Tage, wird man nur wenigen Menschen begegnen. Auch das kann schlauchen. Weil man ausschließlich auf sich selbst zurückgeworfen ist, muss die soziale Kompetenz wirklich vorhanden sein. Konflikte kann man sich auf dieser Tour nicht leisten. Es kann geschehen, dass die Leitung wegen widrigen Bedingungen die Tour abbricht.

 

Ausrüstung: Zur auf der Homepage erwähnten Standardausrüstung kommt abgesehen vom Schutzhelm die an gleicher Stelle erwähnte Zusatzausrüstung. Der Schlafsack muss einen Komfortbereich von mindestens -10°C besitzen.

 

Info: Moritz Steinhilber: "Reiseführer Pakistan"(2.Auflage März 2014), ISBN 978-3-941500-18-1, bei Mauser& Tröster, www.mtdruck.de, info@mtdruck.de, Tel.07473/954200, oder im Internet. Gründlicher kann man sich auf die Tour und Pakistan allgemein nicht vorbereiten.

 

Flüge: Die Tour und Talhammers Verantwortung beginnen in Islamabad, nicht Deutschland. Der internationale Flug muss deshalb selber gebucht werden, zeitig sich kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

 

Visum: Im Normalfall kostet ein einmonatiges Touristenvisum für Pakistan 36€. Leider ist auch in der BRD die Beantragung nicht mehr problemfrei. Die Botschaft in Berlin erreicht man unter www.pakemb.de, das Generalkonsulat Frankfurt unter www.pakmissionfrankfurt.de. Benötigt wird einiges an Papier, u.a. eine Buchungsbestätigung, die die Kunden von ATP erhalten, wenn sie sich für die Tour entschieden haben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nutzt einen Visadienst, z.B. www.visum.de. Das ist zwar nicht günstig, macht aber die Sache einfacher, wenn es klemmt.

 

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und besonders einer Bergungsversicherung sind Voraussetzung. Die Tour führt durch unwegsames und abgelegenes Gelände, Hilfe kann im Ernstfall nur ein Hubschrauber bringen. Wer keine Versicherungen besitzt, bleibt in Islamabad. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko an Höhe zu erkranken ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten. ATP gehört zu den letzten Agenturen, welche die Kaution bei der Hubschraubergesellschaft Askari Aviation einbezahlt.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet sämtliche Mahlzeiten, egal ob in einem Restaurant oder auf Trek, jedoch keine Getränke(Alkohol gibt es sowieso keinen). Wer besondere Bedürfnisse(z.B. Vegetarier) hat, soll dies vorher anmelden. Die von ATP angebotene Verpflegung ist auf dieser Tour im Vergleich zu sonst deutlich eingeschränkt, u.a. gibt es keine Ziege und kein frisches Obst. Auch Tische und Stühle werden aus Gewichtsgründen auf dem Snow Lake zurückgelassen. Das heißt jedoch nicht, dass die Verpflegung zu kurz kommt! Jedoch lohnt es sich auf dieser Tour, Leckereien von daheim mitzunehmen, um sich etwas aufzuheitern. Die 15kg Marschgepäck sieht man nicht so eng, bis 17kg werden beide Augen zugedrückt und für jedes weitere Kg muss man nur 9 Euro bezahlen.

 

Unterkunft: Die von ATP gebuchten Hotels gehören der Mittelklasse an. In Orten wie Chilas, Naran und Skardu wird das Beste, was vorhanden ist, gebucht.

 

Transport: ATP kümmert sich auch um die Transportmittel wie Minibusse für die Fahrt von Islamabad nach Chilas und Skardu und die Jeeps nach Askole und von Shimshal nach Passu.

 

Leitung: Im August 2015 gelang Moritz seine erste Überschreitung des Lukpe La, nach einem Fehlversuch 2013. Gegenwärtig gibt es keine fünf andere deutsche Reiseleiter, die die Tour kennen. Begleitet wird er von einem ortskundigen ATP-Guide und mindestens einem Guide aus Shimshal. ATP hat mehrere exzellente Köche, von denen einer unserer Gruppe zugeteilt wird. Da wahrscheinlich vor der Tour eine andere stattfindet, wird Moritz erst in Skardu am Abend des dritten Tages zur Gruppe stoßen. Bis dahin leitet der ATP-Guide die Gruppe.

 

Vertragspartner: Naiknam Karim, MD Adventure Tours Pakistan, www.atp.com.pk

 

Überquerung des Braldu Flusses zwischen Wesm und Gozkhun - Moritz

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