Talhammer
Ein einziger Strang Gebetsfahnen markiert den Tilman’s Pass - Moritz

  Langtang: Tilman's Pass und Ganja La

2.-20.Dez. 2019, 19 Tage --- Zelt-Trekking --- Moritz Steinhilber --- V- --- 1950€ KTM/KTM

 

Nur wenige Stunden entfernt von Kathmandu kann man schon fast unberührte Täler finden, die nach kurzer Zeit tief in den Himalaya und hoch hinauf auf Gebirgspässe führen. Die Tour führt zu den heiligen Seen von Panch Pokhari, über den Tilman's Pass ins Langtang Tal und über den Ganja La zurück nach Kathmandu. Eine echte Herausforderung für Leute, die in Nepal schon das Meiste kennen, aber nicht genügend Zeit für Regionen wie Upper Dolpo haben.

 

Blick auf den Dorje Lhakpa(6966m) - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Das als „leicht“ oder „Einsteigerregion“ bezeichnete Tal von Langtang direkt nördlich von Kathmandu kann auch mit schwierigeren Treks aufwarten. Der Ganja La(5100 Meter) wird schon lange überschritten, wobei der Tilman's Pass(5150 Meter) erst mit der zunehmenden Popularität des Grand Himalayan Trail in Trekker-Kreisen bekannt wurde. Vor allem der Tilman's Pass ist eine echte Herausforderung für erfahrene Wanderer, etwas bergsteigerisches Können ist Voraussetzung. Auch der Ganja La erfordert einiges an Fitness und Können. Abgesehen von Kyanjin Gompa ist die Wahrscheinlichkeit, andere Touristen zu treffen, mehr als gering, die Wege führen durch urwüchsigen Dschungel und zum Großteil unbewohnte Täler. Eine wahre Pioniertour mit zum Teil echtem alpinen Charakter! Die Erdbebenschäden von 2015 halten sich zumindest was Dörfer betrifft in Grenzen, da man durch wenige Dörfer kommt.

 

Höhepunkte: Eine völlig unbewohnte Gegend praktisch in der unmittelbaren Umgebung von Kathmandu! Keine Flüge, somit kein Risiko, dass diese gestrichen werden, stattdessen kurze An-und Abfahrt per Jeep; grandiose Aussichten auf nahe und ferne Gipfel; ursprünglicher, dichter Dschungel auf der Wanderung in und aus dem Langtang-Tal.

 

Talhammer-Vorteile: Der Tilman's Pass ist vermutlich der am seltensten überschrittene Pass des ganzen GHT, deshalb wird man diese Tour kaum irgendwo sonst finden. Moritz und sein Team kennen die Gegend bestens von der Erkundung im Frühjahr 2014 und der vollständigen Begehung im Herbst des gleichen Jahres. So wissen sie auch, wo auf den langen Gratwanderungen zu Beginn und am Schluss die Wasserstellen sind, was eine zusätzliche Problematik dieser Gegend ist.

 

Sicherheit/Saison: Die Tour findet aus terminlichen Gründen spät im Jahr statt, was aber auch seine Vorteile hat. Der Dezember ist wettermäßig ein sehr stabiler Monat, noch nicht über Durchschnitt kalt und die Fernsicht noch akzepabel. Das größte Problem der ganzen Tour ist die Furt des Langtang-Flusses und um diese Zeit sollte der Wasserstand fast der tiefste des ganzen Jahres sein.

 

Schwierigkeitsklasse: V-, eigentlich V

 

Stil: Zelt-Trekking

 

Datum: 2.Dezember(Montag) - 19.Dezember(Freitag) 2019, 19 Tage

 

Preis: 1950€ (Einzelzimmerzuschlag 50€, Einzelzelte wird es nicht geben)

 

Teilnehmerzahl: 2 bis 6. Der Tilman's Pass ist keine Platz für große Gruppen mit noch größerem Anhang von Trägern

 

Der Tilman's Pass von Süden. "Nur" 5150 Meter hoch, trotzdem ist der Pass nach denen im Khumbu der Schwierigste des Great Himalayan Trail. Die Aufstiegsroute verläuft ganz rechts im Bild und kommt erst oberhalb der großen Spalten auf Eis - Bild Moritz

 

Detaillierter Ablauf:

 

02.12., 01.Tag: Abflug Deutschland (-/-/-)

 

03.12., 02.Tag: Ankunft Kathmandu, Übernachtung in Budgethotel Freakstreet (-/-/-)

Abholung vom Flughafen, Transfer zum Hotel. Eventuell Gang zum Tourism Department, um die Genehmigung für den Langtang National Park zu erhalten. Letzte Besorgungen, z.B. Ausrüstung wie Grödeln, ansonsten Zeit zur freien Verfügung.

 

04.12., 03.Tag: Fahrt Syaule, 4h und Trek Meidan, 4h (-/-/A)

Eine kurze Fahrt bringt uns über das Städtchen Chautara zum Ausgangsort Syaule nordöstlich von Kathmandu. Beginn der Wanderung, sofort geht es auf den Bergrücken, der uns bis zum Tilman's Pass führen wird. Erste Nacht im Zelt auf einer Wiese nahe dem Sherpa Dorf Meidan, der letzten menschlichen Siedlung bis Kyanjin.

 

05.12., 04.Tag: Trek Kojyung Kharka, 4h (F/M/A)

Auf dieser Wanderung kann man keine regelmäßigen Etappen einhalten, die Lager richten sich nach den trotz aller Feuchtigkeit seltenen Wasserquellen. So machen wir mit einer relativ kurzen Etappe heute weiter. Dichter Dschungel begrüßt uns, die ersten weißen Gipfel tauchen rechts und links „unseres“ Bergrücken auf.

 

06.12., 05.Tag: Trek Hile Bhanjyiang, 7h (F/M/A)

Das Gehen setzt sich im gleichen Stil wie gestern fort. Es geht immer den Grat entlang, auf und ab. Im Westen sehen sieht man einen parallelen Grat, über welchen wir in 10 Tagen absteigen werden. Wir treffen wenn überhaupt auf ein paar Schafhirten. Eine recht lange Etappe endet auf einer kleinen Wiese auf einem Sattel, Wasser nur hier verfügbar.

 

07.12., 06.Tag: Trek Panch Pokhari, 6h (F/M/A)

Die Seen von Panch Pokhari sind ein lokal wichtiger Pilgerort, die große Fest steigt im August, mitten im Monsun. Ein kleines Dörfchen für die Pilger ist mittlerweile entstanden, es ist vermutlich verlassen, wenn wir uns hier aufhalten.

 

08.12., 07.Tag: Trek Tin Pokhari, 7h (F/M/A)

Vorbei an vielen Sommeralmen geht es endlos auf und ab zu einer kleinen Ansammlung von Seen, Tin Pokhari. Mittlerweile haben wir die Baumgrenze hinter uns gelassen und die großen Berge sind nicht nur von Fernem sichtbar.

 

09.12., 08.Tag: Trek Advanced Basecamp, 6h (F/M/A)

Kurz nach Aufbruch der erste Blick auf die größte Herausforderung dieser Tour, den 5150 Meter hohen Tilman's Pass. Vier Stunden nach Aufbruch betreten wir den völlig von Schutt bedeckten Gletscher und kommen nach 2 Stunden Steinetreterei zum Basislager. Unsere Crew nimmt den Pass gleich in Augenschein und erkundet die Route für den nächsten Tag. Wir schlafen auf einer Höhe von ca. 4600 Metern.

 

10.12., 09.Tag 09: Trek Tilman's Pass, Lanshisa Lake, 6h (F/M/A)

Der Anstieg zum Tilman's Pass ist sicherlich nicht mit einer normalen Trekkingtour in Nepal zu vergleichen, für den erfahrenen Wanderer jedoch gut machbar, wenn die Witterung stimmt. Im Anstieg ziehen wir den Helm auf, auf der Hochfläche seilen wir uns bei Bedarf an. Beim Abstieg zum Langshisa See kommt man in gröbstes Blockgelände, das Fortkommen ist mühsam. Grandiose Berglandschaft, wunderschönes Camp am See.

 

11.12., 10.Tag: Trek Langshisa Kharka, 5h (F/M/A)

Der Abstieg nach Langtang ist noch nicht vorbei. Der Gletscher, wir gehen weit über ihm entlang, endet...und beginnt wieder. Dafür endet unser Weg und wir müssen steil durch loses Geröll zum Gletscher absteigen. Ein Weg ist nicht zu erkennen und spätestens im folgenden, für diese Höhen völlig ungewöhnlichen Gestrüpp, verlieren sich dessen letzte Anzeichen. Nachdem wir endlich bis zum Langtang-Fluss durchgedrungen sind, müssen wir als letztes den knie- bis hüfttiefen Fluss furten. Dies ist ungefährlich, die Crew wird vorher ein Seil spannen. Lager auf dem anderen Ufer.

 

12.12., 11.Tag: Trek Kyanjin Gompa, 5-6h (F/M/A)

Nach einer Woche Dschungelpfaden, Ziegenwegen und Gletscher ist es ein erhebendes Gefühl, auf einem echten Weg zu gehen. Die Etappe bis Kyanjin ist flach und locker. Dort wird auch wieder ein „normales“ Trekkinggebiet betreten. Wer möchte, kann auf eigene Kosten in einer Lodge nächtigen.

 

13.12., 12.Tag: Restday Kyanjin Gompa (F/M/A)

Duschen, waschen, erholen. Der Tag dient auch als Puffer, falls wegen Wetter oder aus einem anderen Grund Zeit verloren ging. Wer mehr Wandern will, kann mit einem Mitglied der Crew den Kyanjin Ri oder Cerko Ri besteigen.

 

14.12., 13.Tag: Trek Ganja La Highcamp, 6h (F/M/A)

Von Kyanjjin Gompa kann man den Ganja La schon sehen. Ein langer Tag ausschließlich bergauf. Wir schieben uns ganz nahe an den Pass heran und zelten auf ungefähr 4950 Metern.

 

15.12., 14.Tag: Trek Ganja La, Keldang, 6h (F/M/A)

Die Überquerung des Ganja La ist bei Weitem nicht so mühselig wie des Tilman's Pass, jedoch auch nicht ganz zu unterschätzen. Bei Bedarf spannen wir ein kurzer Fixseil. Vom Pass geniale Aussichten auf den Langtang Lirung im Norden und die Vorgebirge im Süden. Abstieg wieder über grobes Blockwerk, nach 2h dann durch Wiesen. Herrliches Lager auf einer Hochalm, die vermutlich schon verlassen ist.

 

16.12., 15.Tag: Trek Jungle Camp, 7h (F/M/A)

Ein langer Tag bergauf und erst gegen Nachmittag endlich kontinuierlich bergab. Links der Bergrücken unserer Anstiegsroute, rechts der Bergrücken, über welchen die traditionelle Helambu-Route führt. Rechs unten im Tal sieht man die ersten Dörfer, darunter Melamchigaon und Tarkegyiang. Übernachtung auf einer Lichtung im dichten Rhododendron-Dschungel.

 

17.12., 16.Tag: Trek Kakani, 6h (F/M/A)

Nun geht es steil bergab. Kakani, einige wenige Häuser auf einem kleinen Plateau hoch über dem Melamchi-Fluss, scheint wie geschaffen für einen Abschiedsveranstaltung und das Angebot nehmen wir auch wahr. Falls jedoch Kakani so aussieht wie noch im April 2016, gehen wir weiter und machen es uns in der Umgebung von Timbu irgendwie gemütlich.

 

18.12., 17.Tag: Trek Timbu, 1h und Fahrt Kathmandu, 3h (F/-/-)

Kurzer Abstieg zur Straße in Timbu, wo der Jeep schon warten sollte. Rückfahrt nach Kathmandu noch kürzer als die Anfahrt nach Syaule. Übernachtung in Budgethotel Freakstreet oder Durbar Square. Der Tag dient als Puffer, sollte vorher etwas nicht nach Plan gegangen sein.

 

19.12., 18.Tag: Kathmandu (-/-/-)

Noch ein Tag zur eigenen Verfügung vor der Abreise zum Einkauf von Souvenirs usw. Notfalls auch ein Puffertag.

 

20.12., 19.Tag: Flug nach Deutschland(-/-/-)

Wir bringen Sie im Taxi rechtzeitig zum Flughafen.

 

Rückblick zum Tilman's von Norden. Das Gröbste hat man hier hinter sich, aber es kommen noch der Dornendschungel am Oberlauf des Langtang Flusses und v.a. dessen Furt - Moritz

 

Der Preis beinhaltet: Transfers, Übernachtungen, Genehmigungen, Vollversorgung auf Trekking, Internationale und lokale Führer, Träger, Freigepäck 15kg, Thuraya Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder, Certec-Sack, Flaschensauerstoff

 

Anforderungen: Verlangt ist das sichere Gehen auf glitschigen, steinigen, schmalen und steilen Dschungelpfaden und im oftmals sogar sehr steilen Moränen- und Blockgelände der Gletscher auf beiden Seiten der Pässe. Die Wege entsprechen nicht dem, was man sonst in Nepal gewohnt ist, südlich der Pässe werden sie nur von wenigen Ziegenhirten genutzt. Am Tilman's Pass kann es nötig sein, die Steigeisen anzulegen und sich wegen der Spaltengefahr anzuseilen. Sicherheitshalber wird auch ein Steinschlaghelm aufgezogen. Sehr kalt, aber ungefährlich ist die Furt des Langshisa Flusses am Ende von Tag 10(wir spannen ein Seil). Am Ganja La kann ein kurzes Fixseil im Aufstieg nötig sein.

 

Ausrüstung: Zur auf der Homepage aufgeführten Standardausrüstung kommt die praktisch vollständige Zusatzausrüstung: Eispickel, Steinschlaghelm, Klettergurt, 2 Karabiner, 2 Prusik-Schlingen Länge 50cm(also 1m unverknotet) und leichte Steigeisen. Statt der Schalenstiefel kann man auch steigeisenfeste Bergstiefel benutzen. Schlafsack mit einem Komfortbereich bis -12°C.

 

Flüge: Der internationale Flug muss selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

 

Visum: Bei Ankunft am Flughafen Kathmandu, 40$ für 30 Tage, korrekten Betrag bereithalten.

 

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und einer Bergungsversicherung werden dringend empfohlen. Die Tour führt abgesehen von Kyanjin Gompa durch unwegsames, abgelegenes und fast unbewohntes Gelände, Hilfe kann nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko, an Höhenkrankheit zu leiden ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet die aufgeführten Mahlzeiten. Ansonsten Kosten im Schnitt 15 bis 20€, ohne Softdrinks, Alkohol etc. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Zusatznahrung wie Energieriegeln und ähnlichem.

 

Unterkunft: Budget-Hotel am Durbar Square in Kathmandu, ansonsten im Zelt

 

Transport: Jeeps und Minibusse werden über etablierte und vertrauenswürdige Agenten gemietet.

 

Leitung: Moritz Steinhilber, welcher im Oktober 2014 die Tour vollständig erkundete und ablief.

 

Vertragspartner: Nabin Trital, MD Expediton Himalaya, www.expeditionhimalaya.com

 

Der Ganja La ist eine weitere Herausforderung, wenn auch keine so große wie der Tilman's - Moritz

Copyright © 2019 All Rights Reserved