Talhammer
Solus immergrüne Berge und Wälder - Moritz

  Durch Solu zum Phikey Danda und Salpa Bhanjyiang

06.12.-22.12.2020, 17 Tage --- Teahouse Trek --- Moritz Steinhilber --- III+ --- 1000€ KTM/KTM

 

Redet man vom höchsten Berg der Erde, fällt meistens der Name der Region: Khumbu. Die vollständige Bezeichnung lautet jedoch Solu-Khumbu. Bis vor sechzig Jahren waren die Sherpas von Khumbu die armen Verwandten jener im tiefer gelegenen Solu. Das hat sich radikal umgekehrt. An Solu geht fast der gesamte Tourismus vorbei. Das hat zumindest für die wenigen Besucher, die sich in die Foothills begeben, seine Vorteile. Charakter und Ursprünglichkeit sind hier zum Großteil erhalten geblieben.

 

Solu, Land der Sofatiger und Tibetan Mastiff - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Die Reise beginnt mit einer Jeepfahrt von Kathmandu nach Pattale. Die Straße wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert und die Fahrtzeit beträgt nun noch etwa 9 Stunden. Die Wanderung verläuft zunächst auf dem Bergrücken, der die Distrikte Okhaldhunga und Solu-Khumbu trennt, wendet sich dann nach Norden zum Phikey Danda hin. Von diesem 4025 Meter hohen Berg hat man exzellente Aussichten nach Norden, unter anderem auf den Mount Everest und Cho Oyu, jedoch auch viele andere Gipfel unter 8000 Metern. Ein langer Abstieg bringt die Gruppe nach Phaplu, dem kleinen Flughafen nicht weit des Distriktzentrums Salleri. Über einen weiteren Pass kommt man in das Siedlungsgebiet der Khaling Rai am Dudh Kosi, dem großen Strom, der die gesamte Südseite des Everest Massivs entwässert. Man überquert den Fluss auf einer neuen Brücke, ein langer Anstieg bringt einen nach Lokhim, einem großen Dorf der Tulung Rai. Von dort weiter steil bergan zurück auf die Höhen der Sherpa. Übernachtung im weit abgelegenen Dorf Kurima. Von dort in tiefste Wildnis. Die Etappe bis zum Salpa Bhanjyiang ist an einem Tag nicht zu schaffen. Wir haben ein Zelt dabei und schlagen das neben dem kleinen See von Gyan Pokhari auf. Das Abendessen an diesem Tag wird etwas spärlich. Am nächsten Tag nach Salpa Bhanjyiang und hinab nach Phedi in einem Nebental des Arun. Die Standardroute entlang des Arun bis Tumlingtar, von dort Flug nach KTM. Kurzes Besichtigungsprogramm in Nepals Hauptstadt und Rückflug in die Heimat.

 

Höhepunkte: Im Distrikt von Solu-Khumbu liegen vier der höchsten Gipfel der Welt – Mt.Everest, Cho Oyu, Makalu und Lhotse; wobei man erwähnen muss, dass sie zur Hälfte auch China/Tibet gehören. Solu steht im Schatten der Giganten, größtenteils zu Unrecht. Man erfreut sich an der Natur und den Bergen in Khumbu, aber wer ehrlich ist, kann mit der Kommerzialisierung der Region und dem Ethnokitsch nichts anfangen. Ganz anders Solu: In keinem anderen anderen Distrikt des Landes findet man eine solche vielschichtige Mischung an kleinen Volksschaften, die ihre Traditionen und Bräuche weit besser beibehalten haben als die mittlerweile reichen und berühmten Brüder im Norden. Natürlich ist Solu nicht so wohlhabend wie Khumbu, aber die krasse Armut, die bis in die 70er Jahre herrschte – schlimmer war es noch in Khumbu – ist verschwunden. Solu ist Nepal fast so wie es früher einmal war. Dazu einer der grünsten Flecken in Nepal. Auf der Tour wird man nur wenige andere Wanderer treffen und doch von einem Höhepunkt zum nächsten kommen.

 

Talhammer-Vorteile: Eine Tour wie sie zumindest in Deutschland von niemandem angeboten wird – innovativ, abseits der ausgetretenen Pfade, günstig. Wird von Moritz laufend aktualisiert und verbessert.

 

Sicherheit/Saison: Sicherheit ist auf dieser Tour kein Thema, auch nicht Höhe. Das Wetter im Dezember ist zwar nicht mehr so warm, dafür ist die Sicht klar und stabil.

 

Schwierigkeitsklasse: III+

 

Stil: Teahouse Trek mit einer Übernachtung im Zelt. Die üblichen Trekking Lodges, wobei man abgesehen von Phaplu und Tumlingtar nicht den Standard von Khumbu erwarten kann. Genau deswegen geht man ja nach Solu.

 

Datum/Dauer: 06.Dezember(Sonntag)-22.Dezember 2020(Dienstag), 17 Tage

 

Preis: 1000€ von Kathmandu bis Kathmandu, Einzelzimmerzuschlag 150€

 

Teilnehmerzahl: 2 – 8

 

Kleiner Sherpa mit interessanter Mütze - Moritz

 

Aussicht vom Phikey Danda auf den Everest - Moritz

 

Detaillierter Tourverlauf:

 

06.12., 01.Tag: Abflug Deutschland

 

07.12., 02.Tag: Ankunft KTM

Transfer zum Hotel, bei Gelegenheit erste kurze Stadtbesichtigung

 

08.12., 03.Tag: Fahrt Pattale 9h

Die Straße entlang des Sun Koshi wurde von den Japanern ausgebaut und gehört zu den besten des Landes. Bei Ghurmi verlässt sie den Fluss und erklimmt in vielen Serpentinen den Pattale Bhanjyiang. Der Ort Pattale ist erst seit wenigen Jahren ans Straßennetz angeschlossen, Übernachtung in einem traditionellen Teahouse.

 

09.12., 04.Tag: Trek Bhulbhule/Lamuje 6/7h

Beginn der Wanderung. Zuerst wenden wir uns nach Westen und folgen dem schmalen Grat, der die Distrikte Okhaldhunga und Solu-Khumbu trennt. Wir sind auf einer Piste unterwegs, Verkehr ist aber fast keiner mehr. Die ersten Blicke auf weiße Berge im Norden, besonders den Dudhkhunda Range. Die Übernachtung in einem sehr einfachen Teahouse.

 

10.12., 05.Tag: Trek Basecamp, Phikey Traverse, Jasmane Bhanjyiang 7h

Nach zwei Stunden im sogenannten „Basecamp“, wo ein Sherpa-Ehepaar seit Jahrzehnten Gäste bewirtet. Die Route geht durch urwüchsigen Dschungel direkt über die beiden Hauptgipfel des Phikey Danda(4025m) weiter. Von dort Aussicht auf den Mount Everest und Makalu. Übernachtung in den Hütten von Jasmane Bhanjyiang.

 

11.12., 06.Tag: Trek Phaplu 6h

Langer Abstieg hinab zum Sherpa-Dorf Lodhing und weiter zum Solu-Khola und Phaplu. Hier liegt der kleine Flughafen, eine Alternative zu Lukla. Die Gruppe kommt relativ „luxuriös“ unter, da auch einige Wanderer von hier nach Khumbu starten. Nur zwei Kilometer entfernt ist die Distriktstadt Salleri.

 

12.12., 07.Tag: Trek Ghumnepani 4h

Kurzer Anstieg hinter Salleri und man erreicht die Wasserscheide zwischen Solu-und Dudh Koshi. Wieder herrliche Blicke auf den Dudhkhunda Range. Es geht hinab und wir kommen zurück in die Siedlungsgebiete der Rai. Ghumnepani liegt hoch auf einem Bergrücken, die Unterkunft ist von der einfacheren Sorte.

 

13.12., 08.Tag: Trek Lokhim 7h

Langer Abstieg hinab zum Dudh Koshi. Der gewaltige Fluss entwässert ganz Khumbu, die südliche Seite des Everest Massivs und gehört zu den Hauptzuflüssen von Nepals größtem Strom, dem Sapta Koshi. Auf dem linken Ufer geht es ebenso steil wieder hinauf. Übernachtung in Lokhim, einem großen Dorf der Tulung Rai.

 

14.12., 09.Tag: Trek Kurima 5h

Weiter und weiter empor, zurück zu den Sherpa. Hier ist eine der abgelegensten Ecken von Solu, das Dorf Kurima thront wie ein Adlerhorst über der Umgebung. Es kommen nur wenige Ausländer, deshalb ist die Unterkunft besonders modern.

 

15.12., 10.Tag: Trek Gyan Pokhari 6h

An einem Tag schafft man es nur im Ausnahmefall bis Salpa Bhanjyiang und diese primitive Lodge direkt auf dem Pass ist auch nicht immer geöffnet. So kommt das mitgeführte Zelt zum Einsatz. Hinter Kurima endet für einige Stunden die Zivilisation, man betritt jungfräulichen Urwald und folgt lange dem Grat, der die Grenze zwischen den Distrikten Solu-Khumbu und Bhojpur markiert. Das Zelt wird am kleinen See von Gyan Pokhari aufgestellt, abends gibt es nur ein Packlunch.

 

16.12., 11.Tag: Trek Salpa Bhanjyiang, Thulo Phokte 5/8h

Weiter entlang des Grates, der aus mühseligen Auf und Ab besteht. Mittagspause im Teahouse auf dem Salpa Bhanjyiang. Hierdurch verläuft eine andere Anmarschroute nach Khumbu, von Tumlingtar nach Lukla. Es beginnt der lange Abstieg, der zum Ufer des tiefgelegenen Arun führt. Übernachtung im einfachen Teahouse des kleinen Sherpa-Weiler Thulo Phokte, der auch Jhobari genannt wird.

 

17.12., 12.Tag: Trek Tambutar 6h

Die Gegend ist nun warm und tropisch, am Ufer des Irkhuwa Khola leben hauptsächlich Rai der Gruppen Kulung und Mewahang. Leider hat das Tal einiges an Charakter verloren seit auch hier die Bagger eine Piste gruben. Man kann nur hoffen, dass über die Jahre die Narben verheilen und die grüne Natur das Meiste wieder verdeckt. Man sieht die ersten Reisfelder der Tour. Nach den anstrengenden letzten Etappen lassen wir es etwas lockerer angehen und machen bald Feierabend in Tambutar.

 

18.12., 13.Tag: Trek Sati Ghat 7,5h

Eine letzte stramme Etappe. Unmittelbar hinter Tambutar beginnt der Anstieg zum Bergrücken, der Tal das Irkhuwa-Khola vom Arun trennt, das letzte Hindernis der Tour. Der Berg heißt bezeichnenderweise „Nepal Danda“ - Nepal Hügel. Beim stattlichen Haus eines Politikers aus der Panchayat-Zeit(1962-1990) der erste Anblick des großen Arun. Der Fluss entspringt viel weiter nördlich in Tibet, durchbricht den Himalaya und wird nach dem er Sun Koshi, Dudh Koshi und Tamur aufgenommen hat, zum größten Strom Nepals, der den ganzen Osten des Landes entwässert. Entlang seinem Ufer geht man zeitweise über einen Sandstrand wie am Meer, auf nur 300 Metern Höhe. Übernachtung in Satighat.

 

19.12., 14.Tag: Trek Tumlingtar

Nur noch eine Stunde bis zum Ende der Wanderung. Der Tag dient hauptsächlich als Puffer sollte weiter oben etwas nicht nach Plan verlaufen. Viel Zeit, um das „Zentrum“ des mittleren Arun Tals zu besuchen. Oder man genießt eine der Köstlichkeiten des Ostens – Tongba. Fermentierte Hirse wird in einen henkellosen Bambuskrug gegeben und mit heißem Wasser verdünnt. Das Gebräu wird mit einem Bambushalm geschlürft.

 

20.12., 15.Tag: Flug KTM

Flug (ca.40min) nach Kathmandu gegen 11 Uhr am Morgen. Sollte das aus Wettergründen nicht möglich sein, Rückreise mit dem Jeep. Der Nachmittag zur freien Verfügung.

 

21.12., 16.Tag: KTM

Besichtigung der Newar-Stadt Bhaktapur und von Pashupatinath, dem heiligsten Hindu-Tempel des Landes.

 

22.12., 17.Tag: Flug Deutschland

Transfer zum Flughafen und im Normalfall Ankunft in der Heimat am selben Tag.

 

Kinder in Solu - Moritz

 

Blick auf die Dudhkhunda Berge - Moritz

 

Der Preis beinhaltet: Transfers, Übernachtungen, Genehmigungen, Internationale und lokale Führer, Träger, Freigepäck 15kg, Thuraya Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder

 

Anforderungen: Die maximale Höhe liegt bei 4025 Metern, die höchste Nacht bei etwa 3500 Metern. Beides ist in Nepal nicht viel, was allerdings nicht heißen soll, man bräuchte keine alpentaugliche Fitness. Mehrere Tage erreichen 8h netto, das heißt von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends. Man bewegt sich in einer von Touristen nur selten besuchten Region und muss deswegen auf den üblichen Teahouse Komfort verzichten. Einige Unterkünfte sind sogar sehr einfach.

 

Ausrüstung: Es genügt die auf der Homepage erwähnte Standardausrüstung. Wegen der einen Nacht im Zelt ist eine Matte nötig. Die kann bei Bedarf in KTM kurzfristig erworben werden.

 

Flüge: Der internationale Flug muss selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

 

Visum: Bei Ankunft am Flughafen Kathmandu, 40$ für 30 Tage, korrekten Betrag bereithalten.

 

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch abgelegenes Gelände, oft ist die nächste „Straße“ viele Stunden entfernt. Hilfe kann nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko, an Höhenkrankheit zu leiden ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet keine Mahlzeiten und ist deshalb vergünstigt. Kosten im Schnitt 20 bis 25€ am Tag, ohne Softdrinks, Alkohol etc. Die Kost in den Teahouses ist einfach, dafür nahrhaft und hygienisch. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Zusatznahrung wie Energie-Riegeln und ähnlichem. Ein großes Problem sind Berge von leeren Plastikflaschen, die die Trekker hinterlassen. Eine einfache Maßnahme sind Micropur Tabletten, die auch im Bazaar von KTM gekauft werden können.

 

Unterkunft: Hotel am Durbar Square in Kathmandu, ansonsten in Teahouses, die in Solu manchmal rustikal sind.

 

Transport: Jeeps und Minibusse werden über etablierte und vertrauenswürdige Agenten gemietet.

 

Leitung: Moritz Steinhilber, der die Route mehrfach vollständig abgelaufen ist und laufend aktualisiert.

 

Vertragspartner: Backpacker's Adventure, Kathmandu

 

Ein Staatsgeschenk! - Moritz

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