Talhammer
Abendstimmung über dem historischen Fort Upardangarhi in den Chepang Hills - Moritz

  Chepang Hills und Kurzwanderung Panchase Bhanjyiang, Annapurna

13.03.-29.03.2020, 17 Tage --- Teahouse Trek --- Moritz Steinhilber --- II --- 1000€ KTM/KTM

 

Auf dieser Kurzreise werden mehrere kleinere Wanderungen auf ungewöhnliche Weise verbunden. Schwerpunkte sind das Siedlungsgebiet der Chepang in den Siwalik Hills und eine selten begangene Wanderung westlich von Pokhara mit Ausblicken auf das gewaltige Annapurna Massiv. Dazu ein zweitägiger Besuch in Bandipur und ein Programm in Kathmandu. Obwohl praktisch alle Ziele zu den Hauptattraktionen des Landes gehören, wird man abgesehen von Pokhara keine größeren Touristengruppen treffen.

 

Nach einem Regenguss nahe Bhadaure auf der Panchase Wanderung - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Der Beginn der Reise ist äußerst ungewöhnlich, wir wenden uns von Kathmandu nach Süden und überqueren den Siwalik Range (Mahabharat Lekh) und kommen in das Flachland Nepals, den Terai. Entlang der Route leben die Chepang, die wie wenige Volksgruppen ihren ursprünglichen Charakter behalten haben … was leider auch bedeutet, dass oft in recht ärmlichen Umständen leben. Nebenbei besteigt man mit dem Sirai Chuli den höchsten Gipfel von Chitwan Distrikt. In Upardangadhi ist ein historisches Fort zu bewundern. Darauf folgt die Wanderung zum Wasserfall von Chitram, die beweist, dass der Siwalik Range genauso steil sein kann wie sein großer Bruder, der Himalaya. Davor und dazwischen Entspannung im ultraruhigen Ort Shaktikhor. Im Minibus geht es nach Pokhara, am gleichen Tag besteigt man den Aussichtshügel Sarangkot, um am nächsten Tag den unvergleichlichen Blick auf das Annapurna-Panorama zu haben. Von dort weiter zum Panchase, dem heiligen Berg der Gurung. Weitere spektakuläre Aussichten auf Annapurna und Machhapuchhare, und das praktisch ungestört. Am nächsten Tag die „Königsetappe“ durch jungfräulichen Urwald zur Shanti Stupa gegenüber von Pokhara, wie immer mit Blick auf die weißen Riesen. Fahrt über den Phewa See und ein gemütlicher Abend in Lakeside. Den Abschluss bilden zwei Nächte in Bandipur, mit einem Besuch der Siddha Höhle. Rückfahrt Kathmandu und ein letzter Tag für entweder Bhaktapur oder Bodnath-Pashupathinath-Swayambunath.

 

Höhepunkte: Mehrere kurze Wanderungen durch praktisch unbekannte Regionen werden zu einer feinen, günstigen, vielfältigen Reise verbunden, auf welcher man trotz der einiger wichtiger touristischer Ziele auf nicht viele Mitreisende treffen wird. Wanderung über den Siwalik Range vorbei am Sirai Chuli Besuch der Chepang, mehrere Tage um Shaktikhor mit der ungewöhnlichen Wanderung zum Chitram Wasserfall. Besuch Sarangkot in Pokhara, und der selten besuchte Aussichtspunkt Panchase, ab Sarangkot hervorragende Aussichten auf das Annapurna Massiv. Urwald auf der Etappe von Panchase nach Bhumti, zwei Nächte im alten Newar-Dorf Bandipur mit seiner autofreien Hauptstraße und ursprünglichen Charakter, Besuch der dortigen Höhle von Siddha. Kurzes Besuchsprogramm in Kathmandu.

 

Talhammer-Vorteile: Moritz hat in den letzten Jahren alle Etappen der Reise mehrmals besucht, und ist so in der Lage, ein abgestimmtes, vielfältiges und sonst nirgendwo erhältliches Programm zusammenzustellen.

 

Sicherheit/Saison: Abgesehen von den letzten Metern bis zum Chitram Wasserfall sind die Wege gut ausgebaut. Durchführung bevor es im Terai zu heiß wird.

 

Schwierigkeitsklasse: II

 

Stil: Teahouse Trek, manchmal unter sehr einfachen Übernachtungsbedingungen

 

Datum/Dauer: 13.März(Freitag) bis 29.März(Sonntag) 2020, 17 Tage

 

Preis: 1000€, von Ankunft Kathmandu bis Abflug Kathmandu, Einzelzimmerzuschlag 100€

 

Teilnehmerzahl: 2 – 8

 

Dschungel in den Chepang Hills - Moritz

 

Detaillierter Tourverlauf:

 

13.03., 01.Tag: Abflug Deutschland

 

14.03., 02.Tag: Ankunft Kathmandu

Transfer zum Hotel, Formalitäten, wenn Zeit vorhanden ist, ein kurzer Besuch der Altstadt

 

15.03., 03.Tag: Fahrt Hugdi Khola, 4h, Trek Hattibang, 5h

Früher Aufbruch um den Stau auf der Hauptstraße nach Pokhara, Chitwan und Indien zu vermeiden. Gegen 11 Uhr Beginn der ersten Wanderung mit einem steilen Anstieg nach Hattibang im Siwalik Range. Dieser erhebt sich als erster Hügelzug nördlich der indischen Ebenen und trennt somit den Terai vom Himalaya. Unter anderem hier wohnen die Chepang, eine tibetobirmanische Volksgruppe, die ihren Lebensstil seit hunderten von Jahren kaum geändert hat. Unterkunft in Hattibang ist äußerst einfach.

 

16.03., 04.Tag: Trek Upardangadhi, 6h(inkl.Siraichuli 7,5h)

Ein recht langer Tag. Direkt hinter Hattibang geht es in den urwüchsigen Dschungel. Kommen wir gut voran, kann eine Besteigung des Siraichuli(1945m), höchster „Gipfel“ von Chitwan, in Betracht gezogen werden. Von dort hervorragende Ausblicke auf den Manaslu. Durch den Chepang-Weiler Jyandala zurück in den Dschungel und mehrere Stunden entlang der steilen Abbruchkante der Siwalik Hills. Der Weg ist teilweise dicht überwuchert. Die Lage des Dorfes Upardangarhi ist atemberaubend, hoch über dem Terai mit einer Sicht bis Indien. Entweder am Abend oder am nächsten Morgen Besuch des historischen Forts. Kaum zu glauben: Dieses winzige Dorf war in den 60er Jahren das „Verwaltungszentrum“ von Chitwan Distrikt. Man fragt sich wo die Ämter wohl waren. Die Unterkunft ist ähnlich rustikal wie Hattibang.

 

17.03., 05.Tag: Trek Shaktikhor, 3h

Durch Chepang Dörfer die letzten Meter hinab nach Shaktikhor, welches schon in der weiten Terai Ebene – Teil der Ganga Ebene – liegt. Ein sehr ruhiges Örtchen, Zeit zu duschen und waschen und einen kurzen Spaziergang durch den Bazaar mit Besuch des Chepang Museum.

 

18.03., 06.Tag: Trek Majhbang-Tapdesh, 5h

Zurück in den Siwalik Range. Speziell hier kann man den harten Lebensbedingungen der Chepang beobachten. Wie unter anderen ärmeren, benachteiligten Volksgruppen in Nepal sind auch hier christliche, hauptsächlich protestantische Missionare aus USA und Südkorea aktiv. Beim Anblick der Äcker kann man sich fragen, wer so überleben kann, selbst wenn die Produkte des Dschungels hinzu kommen. Alkoholismus ist ein großes soziales Übel unter den Menschen. Übernachtung im kleinen Weiler Tapdesh unter wieder ziemlich einfachen Umständen.

 

19.03., 07.Tag: Trek Chiram Wasserfall, Shaktikhor, 7h

Ein langer Tag. Wer will kann den Abstecher zum Wasserfall weg lassen, der Weg dort hin ist sehr steil und überwuchert. Andererseits ist die Vegetation ist dieser eigentlich trockenen Umgebung eine Augenweide. Verwunderlich auch der Umstand, wie praktisch am höchsten Punkt der Berge eine Quelle entspringen und einen Wasserfall speisen kann. Auf dem selben Weg zurück nach Shaktikhor. Wer will, kann ab Majbhang auch im Jeep fahren.

 

20.03., 08.Tag: Fahrt Pokhara 6h, Trek Sarangkot, 3h

Über Narayanghat und Mugling Fahrt im Minibus nach Pokhara. Den Besuch von Lakeside verschieben wir auf später, stattdessen begeben wir uns am Nachmittag auf die kurze Wanderung hinauf zum Aussichtspunkt Sarangkot. Verblüffend wie einsam der Wald unterhalb dieses mittlerweile völlig überbauten Hügels ist. Übernachtung in einer Lodge unterhalb der Aussichtsplattform.

 

21.03., 09.Tag: Trek Naudanda, Bhadaure, 6h

Den unvergesslichen Sonnenaufgang über dem Annapurna-Massiv können wir aus dem Bett genießen. Wanderung zunächst entlang der Straße(wenig befahren) nach Naudanda, nach dem Mittagessen auf einer Piste bis Bhadaure. Dörfer der indogermanischen Volksgruppen Bahun und Chhetri, dazwischen Gurung, Magar und Tamang. Durch Bhadaure verlief bis vor wenigen Jahrzehnten der Hauptwanderweg von Pokhara in den gesamten Mittleren Westen. Übernachtung in einer typischen Lodge.

 

22.03., 10.Tag: Trek Panchase Bhanjyiang, 3h

Panchase, der heilige Hügel der Gurung, kann noch als Geheimtipp in der Umgebung von Pokhara gezählt werden, wo ansonsten an allen Ecken ungeplant und ungehindert gebaut wird. Wunderschöner Wald und Rhododendrondschungel, vielleicht erspäht man auch ein Reh. Die Aussichten zum Annapurna Massiv spektakulär. Am Nachmittag Ausflug zum „Gipfel“. Nette Unterkunft bei drei Schwestern, die seit langem hier oben eine kleine Lodge betreiben.

 

23.03., 11.Tag: Trek Pumdi, 7h

Wunderschöne und nur selten angebotene Wanderung durch urwüchsigen Wald entlang der Hügelkette südlich des Phewa Sees. Immer wieder Blicke auf die weißen Riesen im Norden, andererseits ist man hier völlig ungestört. Übernachtung in einer neu gebauten Lodge.

 

24.03., 12.Tag: Trek Shanti Stupa, Fahrt über den Phewa See, Pokhara, 4h

Wir folgen der Piste bis zur Shanti Stupa, mittlerweile dem Wahrzeichen von Pokhara. Abstieg hinunter zum See und mit dem Bötchen zum anderen Ufer und Pokhara. Der ganze Nachmittag steht zur Verfügung, um die „Annapurna-Metropole“ zu erkunden. Übernachtung in einem einfachen Guesthouse.

 

25.03., 13.Tag: Fahrt Bandipur, 3h nachmittags Freizeit

Die Fahrt von Pokhara nach Bandipur dürfte nicht zu lange dauern. Der Nachtmittag zur freien Verfügung, nach 10 ziemlich vollgepackten Tagen kann man sich etwas Ruhe gönnen. Am Abend kurzer Spaziergang durch den historischen Newar-Ort und die nähere Umgebung. Übernachtung in einem typischen kleinen Hotel

 

26.03., 14.Tag: Siddha Gupha, Bandipur, 5h

Wanderung hinab zur Höhle von Siddha und ungefähr eineinhalbstündiger Besuch. Abstieg bis zum Talboden und der Pokhara-KTM Straße. Mittagspause in Bimalnagar. Rückanstieg nach Bandipur entlang des alten Weges von Dumre, der mittlerweile völlig überwuchtert ist. Wer das nicht mag, fährt wieder mit dem Minibus von Dumre hinauf.

 

27.03., 15.Tag: Fahrt KTM, 5h, Swayambunath

Rückfahrt nach Kathmandu. Am Nachmittag Zeit für einen Besuch des Tempels von Swayambunath, der von Bhuddisten und Hindus verehrt wird.

 

28.03., 16.Tag: Bhaktapur und Pashupatinath

Ausführliche Besichtigung der Newar-Stadt Bhaktapur. Auf der Rückfahrt Besuch von Pashupatinath, dem heiligsten Tempel der Hindus in Nepal.

 

Die Shanti Stupa, gesehen von Bhumti kommend - Moritz

 

29.03., 17.Tag: Flug Dtld

 

Der Preis beinhaltet: Transfers, Übernachtungen, Genehmigungen, Internationale und lokale Führer, Träger, Freigepäck 15kg, Thuraya Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder

 

Anforderungen: Einfache Anforderungen, was aber nicht bedeutet, die Tour sei völlig harmlos. FLACHE Etappen gibt es in ganz Nepal außer im Terai nirgends. Drei Etappen, die Tage 4, 7 und 11 sind länger und verlangen etwas Durchhaltevermögen.

 

Ausrüstung: Robuste Schuhe und regendichte Kleidung. Kälter als +10°C wird es in der Regel um diese Jahreszeit nicht mehr. Ansonsten reicht die übliche Reiseausstattung.

 

Flüge: Der internationale Flug muss selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

 

Visum: Bei Ankunft am Flughafen Kathmandu, 40$ für 30 Tage, korrekten Betrag bereithalten.

 

Versicherung und Gesundheit: Ohne Auslandsreisekrankenversicherung geht man im Prinzip nicht nach Asien; wer ganz auf #Sicher gehen will, schließt zusätzlich eine Bergungsversicherung ab. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Kein Risiko an Höhe zu erkranken. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet keine Mahlzeiten und ist deshalb vergünstigt. Kosten im Schnitt 20 bis 30 €, ohne Softdrinks, Alkohol etc. Vor allem in den Chepang Gebieten ist die Verpflegung äußerst einfach, es gibt auch keine Alternativen. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Zusatznahrung wie Energieriegeln und ähnlichem.

 

Unterkunft: In Kathmandu, Pokhara, Bandipur und Sarangkot Hotels der unteren Mittelklasse. Auf der Panchase Wanderung in den üblichen Teahouses. In Shaktikhor das beste Hotel vor Ort, was nicht viel heißt, aber deutlich besser ist als Hattibang, Upardangarhi und besonders Majhbang-Tapdesh. Es gibt jedoch keine Alternativen dazu und der Preis reflektiert diese Umstände.

 

Transport: Jeeps und Minibusse werden über etablierte und vertrauenswürdige Agenten gemietet.

 

Leitung: Moritz Steinhilber, mit 38 Reisen und 7 Jahren Aufenthalt einer der erfahrensten Reiseleiter überhaupt. Die Tour wurde von ihm entworfen und ausprobiert, und wird laufend aktualisiert.

 

Vertragspartner: Back Packer's Adventure, Kathmandu

 

Schulkinder in den Chepang Hills(wobei nicht alle zur Volksgruppe Chepang gehören) - Moritz

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