Talhammer
Khaling Träger bei einer Ruhepause auf dem Weg zum Namun Bhanjyiang - Moritz

  Annapurna: Namun Bhanjyiang-Tilicho See-Mandala Pass

16.11.-11.12.2020, 26 Tage --- Camping Trek --- Talhammer --- IV --- 2950€ KTM/KTM

 

Selbst in Nepals populärster Trekking-Region gibt es Gebiete, wo man über mehrere Tage hinweg keinen Touristen sieht. Dies gilt besonders für den Namun Bhanjyiang(4900 Meter), der von Siklis im Süden über eine Schulter des Lamjung Himal(6983 Meter) nach Timang im Marsyangdi-Tal führt. Mittlerweile gehen recht viele Trekker bis zum Tilicho See, die Überquerung nach Jomsom wagen dagegen wenige. Viel abgelegener und „wilder“ kann Trekking in Nepal nicht werden!

 

Von Siklis eine wunderbare Aussicht auf die Annapurna IV(7525m) - Moritz

 

Kurzbeschreibung: Das Gebiet um die Annapurna wird immer weiter für Fahrzeuge erschlossen und verliert so seinen Reiz als Trekkingziel. Es gibt jedoch noch einige Ecken, die von der Entwicklung weitgehend verschont wurden. Die Wanderung führt vom großen Gurung-Dorf Siklis auf der Südseite des Massivs über einen letzten Sporn des Lamjung Himal und den Pass Namun Bhanjyiang(4900 Meter) ins Marsyangdi-Tal. Dieses Teilstück ist völlig unbewohnt und dicht von Dschungel bewachsen. Nach einer kurzem Teilstück auf der alten Annapurna-Runde überquert die Route nicht den Thorong La, sondern führt am malerischen Tilicho See(4990 Meter) vorbei über den Mandala Pass(5150 Meter), der deutlich sicherer ist als der sonst genutzte Mesokanto Pass. In Jomsom im Kali Gandaki-Tal vereint man sich wieder mit „Around Annapurna“. Die Tour ist technisch nicht übertrieben anspruchsvoll(keine Eis-oder Seilkenntnisse nötig), führt aber über lange Strecken durch unbewohntes, unerschlossenes Gebiet, wo die Gruppe auf sich selbst gestellt ist. Die Wahrscheinlichkeit, auf der Namun Bhanjyiang-Route andere Touristen zu treffen ist gering.

 

Höhepunkte: Dörfer der Gurung wie Siklis; wenig erschlossene Gegenden um die Pässe Namun Bhanjyiang und Mandala La; dichter Dschungel v.a. auf der Annapurna Südseite; Blue Sheep zwischen Manang und Jomsom; Ausflug zum Dudh Kunda(Milch-See) bei Bhraga; Lager direkt am Tilicho See; spektakuläre Aussichten auf die Berggruppen Annapurna, Manaslu, Dhaulagiri und unbekanntere Gipfel

 

Talhammer-Vorteile: Eine in dieser Form nirgendwo angebotene Tour, von Moritz geplant, erkundet und entworfen. Sie verläuft wirklich abseits der oft zitierten „ausgetretenen Pfade“ (abgesehen von den Passagen auf der alten Around Annapurna Runde). Ein eingespieltes Team wird die Gruppe begleiten.

 

Sicherheit/Saison: Die Tour findet im Herbst statt, weil schmerzliche Erfahrung deutlich machte, dass im Frühjahr viel zu viel Schnee liegt und das Wetter zumindest in dieser Region um diese Zeit kontinuierlich schlecht ist. Im Herbst entgeht man auch den Blutegeln und Schwärmen von Stechmücken.

 

Schwierigkeitsklasse: IV

 

Stil: Zelt-Trekking

 

Datum/Dauer: 16.November(Montag) bis 11.Dezember(Freitag) 2020, 26 Tage

 

Preis: 2950€ von Kathmandu nach Kathmandu (Einzelzimmerzuschlag 250€)

 

Teilnehmerzahl: 2 bis 8 Personen

 

Besonders im Frühjahr führen viele Traversen durch hüfttiefen Schnee - Moritz

 

Detaillierte Tourenbeschreibung:

 

16.11., 01.Tag: Abflug Deutschland (-/-/-)

 

17.11., 02.Tag: Ankunft Nepal (-/-/-) Übernachtung in Budgethotel Freakstreet(-/-/-)

Abholung vom Flughafen, Transfer zum Hotel. Eventuell Gang zum Tourism Department, um die ACAP-Genehmigung zu erhalten. Letzte Besorgungen, z.B. Ausrüstung wie Grödeln, ansonsten Zeit zur freien Verfügung.

 

18.11., 03.Tag: Fahrt Pokhara, 7-8h (-/-/-)

Fahrt im Touristenbus nach Pokhara, Übernachtung in einem Hotel in Lake Side. Zeit zur freien Verfügung und Erkundung. Einkauf für die Wanderung.

 

19.11., 04.Tag: Fahrt Ausgangsort, 2h Trek Ghalegaon, 4h (-/M/A)

Kurze Fahrt im Taxi oder Minibus zum Startpunkt. Am ersten Tag geht es primär durch grüne Dörfer und durch Dschungel bergauf. Die Zelte stehen zum ersten Mal auf einer Lichtung nahe des kleinen Dorfes Ghalegaon.

 

20.11., 05.Tag: Trek Tara Hilltop, 5h (F/M/A)

Tara Hilltop ist ein unbewohnter Aussichtsberg mit traumhaften Aussichten auf das Annapurna-Massiv und unsere weitere Route.

 

21.11., 06.Tag: Trek Siklis, 5h (F/M/A)

Siklis ist ein großes, wohlhabendes Dorf der Gurung. Der Nachmittag wird zur Erkundung des Dorfes genutzt. Hier ist auch die letzte Einkaufsgelegenheit bis Timang.

 

22.11., 07.Tag: Trek Tasali, 5-6h (F/M/A)

Direkt hinter Siklis endet die Besiedlung und es beginnt der Bambusdschungel, für welche die Gegend berühmt ist. Um diese Jahreszeit steht der Rhododendron in voller Blüte. Es geht ausschließlich bergauf, auf einem guten Weg. Herrliche Ausblicke auf Annapurna II und IV und ein seltener Blick auf den Machhapuchhare von Osten.

 

23.11., 08.Tag: Trek Kori, 5h (F/M/A)

Ein traumhaftes Lager unterhalb des Lamjung, Siklis' Hausberg. Es geht wieder ausschließlich bergauf.

 

24.11., 09.Tag: Trek Turphu, 4-5h (F/M/A)

Ziemlich genau die Kopie des Vortages.

 

25.11., 10.Tag: Trek Thulo Lekh, 6h (F/M/A)

Die Vegetation bleibt hinter uns zurück und wir betreten alpines Gelände. Das Dharamsala (Schutzhütte) lassen wir links liegen und ziehen weiter bis zum Lager von Thulolekh.

 

26.11., 11.Tag: Trek Pass 1, Pass 2, Dudh Pokhari, 5-6h (F/M/A)

Nun beginnt das lange Auf und Ab über mehrere Pässe bis Timang im Marsyangdi-Tal. Bei gutem Wetter hat man die ersten herrlichen Aussichten auf den Manaslu. Der Weg ist anstrengend, aber nicht schwierig, jedoch häufig unter Schnee begraben. Da wir eine größere Mannschaft sind ist es kein Problem zu spuren Wir zelten in Tursu beim Dharamsala des Dudh Pokhari, einem wichtigen Pilgerort, für den auch der Weg gebaut wurde(nicht etwa für Trekking-Touristen!). Je nach Lage nutzen wir einen unserer Reservetage für einen Besuch von Dudh Pokhari und bleiben zwei Nächte an diesem Ort.

 

27.11., 12.Tag: Trek Namun Bhanjyiang(4900 Meter), Danphe, 8-9h (F/M/A)

Die „Königsetappe“ auf dem Teilstück bis Timang. Gleich zu Beginn ein steiles Stück verhartschten Schnees, für welches bei Bedarf das Seil gespannt und die Grödeln angelegt werden. Langer Aufstieg zum Pass, höchstwahrscheinlich durch Tiefschnee. Wir nutzen die einfachere, unbekanntere Passversion. Wenn alles gut läuft, sind wir gegen 17 Uhr am Lager auf der weiten Wiese von Tanchowk.

 

28.11., 13.Tag: Trek Timang, 5h (F/M/A)

In Timang sollten wir vor dem Mittagessen ankommen. Der Abstieg führt wieder durch wilden Dschungel. Da der Ort auf der Annapurna-Hauptroute liegt, lässt es sich kaum vermeiden, nahe einer Lodge zu campen. Hier dann Gelegenheit zum Duschen und Einkaufen.

 

29.11., 14.Tag: Trek Chame(Shopping), Koto, 4h, (F/M/A)

Einfache Wanderung auf der neuen Piste. Verkehr ist bis auf ein paar Motorräder wenig. In Chame werden die Vorräte aufgefüllt, wir campen bei Koto, dem Abzweig nach Naar-Phu.

 

30.11., 15.Tag: Trek Dukhri Pokhari(Camp vor Lower Pisang), 4h (F/M/A)

Absurderweise ist es jetzt auf der Tour um die Annapurna mit der Piste RUHIGER als früher ohne. Verkehr ist nach wie vor sehr leicht, angesichts der z.T. verheerend schlechten Piste keine Überraschung. Und Wanderer fahren eben wegen der Piste oft bis Pisang, manchmal noch weiter. Sehr ruhiges Camp am kleinen See Dukhri Pokhari.

 

01.12., 16.Tag: Trek Bhraga, 5h (F/M/A)

Ein zweiter Tag auf der neuen Piste. Lagerplatz für eventuell zwei Tage wird eventuell Bhraga. Wer will, kann hier auf eigene Kosten in einem Zimmer schlafen. Auf Manang werden wir verzichten und campen stattdessen in der Ebene davor. Zeit für einen Besuch in Manang(Internet, Telefon o.ä.) bleibt genug.

 

02.12., 17.Tag: Ruhetag Bhraga, Tagesausflug Dudh Kunda, 7h (F/M/A)

Wenn wir nicht vorher diesen Ruhetag verbraucht haben, nutzen wir ihn für einen absolut lohnenswerten Tagesausflug zum Gebirgssee Dudh Kunda(Milchsee). Schon auf dem Weg wird überdeutlich, warum die Annapurna zu den populärster Trekking-Regionen weltweit gehört. Wer will, kann heute einen (wohlverdienten) Ruhetag einlegen.

 

03.12., 18.Tag: Trek Tilicho Basecamp, 7h (F/M/A)

An Khangsar vorbei geht es weiter durch die tibetische Erosionslandschaft nördlich des Himalaya. Ein langer Erdrutsch wird überquert, der Trittsicherheit und gleichzeitiges Ausschauhalten nach Steinen erfordert. Mit nur etwas Glück(so gut wie sicher!) sehen wir heute die ersten Blue Sheep.

 

04.12., 19.Tag: Ruhetag Tilicho Basecamp, (F/M/A)

Die spektakuläre Landschaft macht den Ort wie geschaffen für einen Ruhetag. Wer will, kann auf eigene Kosten in einer der Lodgen duschen usw. Man darf sich nicht über die „hohe“ Anzahl von Ruhetagen wundern, besser einen zu viel als zu wenig. V.a. können sie hier sinnvoll genutzt werden.

 

05.12., 20.Tag: Trek Tilicho Highcamp, 6h (F/M/A)

Ein anstrengender Tag mit „Blue Sheep Garantie“. Vom Hauptkamm dann eine geniale Aussicht auf den Tilicho See(4990 Meter), den gleichnamigen Berg und die Nilgiris. Das beeindruckendste Lager der Tour, auf über 5000 Metern Höhe.

 

06.12., 21.Tag: Trek Mandala Pass, Kharka Camp, 8h (F/M/A)

Über zwei atemberaubende Pässe und einen spektakulären Höhenweg ziehen wir am Tilicho See vorbei. Tatsächlich ist der erste Pass, nur 3h nach Aufbruch, die höchste Erhebung unserer Tour. Dann folgt die Querung zum Kali Gandaki-Tal durch ein relativ sanftes Hochtal. Bis zum vereisten Mesokanto Pass(5167 Meter) gehen wir nicht, sondern lassen den sprichwörtlich links liegen und drehen vorher rechts ab zum etwa gleich hohen Mandala Pass. Wir überqueren den deutlich harmloseren Pass, den Moritz auch bei der Erkundungstour 2014 nutzte. Das Lager hängt von den Schneeverhältnissen ab. Liegt kein Schnee, werden wir bis zur ersten Kharka(Weide) gehen.

 

07.12., 22.Tag: Trek Jomsom, 5h, Fahrt im Jeep/ÖPVN über Beni nach Pokhara, 11h (F/M/-)

Falls wir es gestern bis zum Kharka Camp schafften, sollten wir bei zeitigem Aufbruch gegen 12 Uhr in Jomsom sein. Der Ort ist leicht trostlos, besonders, wenn ab am Nachmittag der starke Wind den Staub durch die Gassen peitscht. Es gibt somit keinen Grund, hier länger zu verweilen. Je nach Gruppengröße geht es entweder im Jeep oder im Bus(der Unterschied ist marginal) sofort weiter in Richtung Pokhara. Späte Ankunft in Lakeside, Übernachtung in einem Budgethotel in Lake Side.

 

08.12., 23.Tag: Ruhetag Pokhara (-/-/-)

Nach der langen Fahrt gestern kann ein Ruhetag in Pokhara nicht schaden. Außerdem ist das Wetter im Annapurna-Gebiet notorisch, womöglich braucht man die Reserve wo ganz anders. Falls er nicht ausfällt, findet das Abschiedsfest mit der Crew statt.

 

09.12., 24.Tag: Fahrt Kathmandu, 7-8h (-/-/-)

Fahrt im Touristenbus nach Pokhara, Übernachtung in einem Budgethotel in Freakstreet oder am Durbar Square.

 

10.12., 25.Tag: Kathmandu(-/-/-)

Noch ein Tag zur eigenen Verfügung vor der Abreise. Einkauf von Souvenirs usw. Für Ausflüge nach Bodhnath, Pashupatinath, Swayambhu usw. werden hilfreiche Auskünfte angeboten, wir können uns auch um deren Buchung(im Preis nicht mit inbegriffen) kümmern.

 

11.12., 26.Tag: Flug nach Deutschland(-/-/-)

Wir bringen Sie im Taxi rechtzeitig zum Flughafen.

 

Rast in Timang, gelegen zwischen Namun Bhanjyiang und Tilicho See. Deutlich zu erkennen der weiße, breite Sattel, über den man abteigt - Moritz

 

Der Preis beinhaltet: Transfers, Übernachtungen, Genehmigungen, Internationale und lokale Führer, Träger, Freigepäck 15kg, Thuraya Satellitentelephon

 

Der Preis beinhaltet NICHT: Internationaler Flug, Visum, Versicherungen, Trinkgelder, Certec-Sack, Flaschensauerstoff

 

Anforderungen: Verlangt ist das sichere Gehen auf glitschigen, steinigen, schmalen und steilen Dschungelpfaden und in Geröll-und Blockgelände. Die Wege entsprechen nicht dem, was man sonst in Nepal gewohnt ist. Sie können während vieler Etappen unter Schnee begraben sein, wir wandern durch die feuchteste Gegend des Landes. Die Tour ist nicht besonders schwierig, aber anstrengend, und zur Abgeschiedenheit kommt oft noch die Witterung.

 

Ausrüstung: Außer der auf der Homepage erwähnten Standardausrüstung wird Folgendes benötigt: Klettergurt mit 2 Karabiner und einer Prussig-Schlinge(eine leicht heikle Passage, wir führen ein Seil mit), Grödeln und Eispickel (präventiv, können günstig in KTM geliehen werden). Der Schlafsack muss einen Komfortbereich von-7°C haben. Wegen des häufig schlechten Wetters und der zahlreichen Schneepassagen ist das passende Schuhwerk echt ein Problem. Weder Gummi- noch Schalenstiefel sind eine gute Lösung, am Besten ist ein zweites paar Trekkingstiefel.

 

Flüge: Der internationale Flug muss selber gebucht werden, deswegen sich zeitig darum kümmern. Wer seinen Flug nicht im Internet buchen will/kann, gehe bitte in ein Reisebüro.

 

Visum: Bei Ankunft am Flughafen Kathmandu, 50$ für 30 Tage, korrekten Betrag bereithalten.

 

Versicherung und Gesundheit: Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung und einer Bergungsversicherung wird dringend empfohlen. Die Tour führt durch unwegsames, abgelegenes und fast unbewohntes Gelände, Hilfe kann nur ein Hubschrauber bringen. Ein Satellitentelephon wird mitgeführt. Das Risiko, an Höhenkrankheit zu leiden ist gering. Es wird nur eine gewöhnliche Reiseapotheke mitgeführt, die Leitung hat weder die Kompetenz noch die Erlaubnis, ärztliche Hilfe zu leisten.

 

Verpflegung: Der Preis beinhaltet keine Mahlzeiten in Kathmandu oder während der Transfers. Tageskosten im Schnitt 15-20€, ohne Softdrinks, Alkohol etc. Alle Mahlzeiten während der Wanderung sind inbegriffen, die standardmäßige Verpflegung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Zusatznahrung wie Energieriegeln und ähnlichem.

 

Unterkunft: Hotel am Durbar Square in Kathmandu, Budgethotel in Lakeside Pokhara. Auf eigene Kosten kann in den Lodgen von Timang, Bhraga und TilichoBC übernachtet werden, ansonsten im Zelt.

 

Transport: Jeeps und Minibusse werden über etablierte und vertrauenswürdige Agenten gemietet. Oder man nutzt die örtlich vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel.

 

Leitung: Moritz Steinhilber überschritt 2008 den Mesokanto Pass. Im Mai 2014 ging er die ganze hier beschriebene Tour über den Namun Bhanjyiang und den Mandala Pass. Leider hatte er zu dieser Zeit keinen Höhenmesser dabei. Am 25.April 2015 war er nahe Tinje(Tag 08) als die Erde bebte. Im April 2017 wiederholte er die Tour und verbesserte den Verlauf. Leider wieder ohne Höhenmesser......

 

Vertragspartner: Mingmar Sherpa, CEO Boss Adventure, Kathmandu

 

Auf den letzten Metern zum Tilicho See sind die Blue Sheep zum Greifen nahe - Moritz

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