Talhammer
Büffelherde am Ufer des Ravi, Lahore - Moritz

  Pakistan

Das „Land der Reinen“ am „Großen Vater“ Indus gehört in Europa noch immer zu den unbekanntesten Ländern Asiens. Dabei ist es ein Schwergewicht in vielerlei Hinsicht und würde deutlich mehr Aufmerksamkeit verdienen. Wer weiß schon, dass in ihm die sechstgrößte Bevölkerung der Erde lebt und in ein paar Jahrzehnten vielleicht die dritt-, aber auf jeden Fall die viertgrößte? Dass die versunkene Indus-Zivilisation so alt, wenn nicht sogar älter ist als die ersten Hochkulturen am Nil und im biblischen Zweistromland? Und dass auf seinem Gebiet einige der höchsten Gipfel der Welt stehen? Nur Wenige bringen Pakistan überhaupt mit Gebirgen, Trekking und Bergsteigen in Verbindung, eher mit Ebenen, Wüsten oder ganz einfach mit – nichts. Wenn man etwas mit dem Land assoziiert, dann praktisch ausschließlich Negatives – Terrorismus, Fundamentalismus und zornige Mullahs. Deren Existenz ist nicht zu leugnen. Andererseits bestimmen sie wiederum nur zu einem ganz kleinen Teil den Alltag der Menschen.

 

Warum Pakistan?

 

Wenn man heute durch die gängigen Trekking-, Reise- und Outdoormagazine blättert, stößt man vielleicht auf zwei Artikel zu Nepal und hin und wieder auf einen zu Indien. Auf einen zu Pakistan vermutlich das ganze Jahr nicht. Dabei behaupten viele Kenner der Materie, es sei schlichtweg DAS Ziel, wenn es um schwierige Berge und atemberaubende Landschaften gehe. Das zeigt sich nicht in den Zahlen vor Ort, ganz im Gegenteil: 2015 zum Beispiel hatte Pakistan sogar noch weniger Touristen als Afghanistan! Das ist schlichter Unfug: Die Lage in Pakistan ist nicht so unsicher und riskant wie beim Nachbarn im Westen. Nicht einmal annährend so. Und die Warnhinweise des Ministeriums des Äußeren sind dementsprechend. Die Lage könnte besser - sicherer - sein, logisch, aber wo könnte sie das nicht? Sie ist gut genug, um mit reinem Gewissen Touren zu veranstalten und Kunden hinzuschicken. Nicht zu vergessen: Moritz ist immer mit dabei. Schon wegen sich selber geht er keine unkalkulierbaren Risiken ein.

Nochmal: Warum Pakistan? Weil dort im Norden einige der beeindruckendsten und kolossalsten Landschaften der Erde zu finden sind. Weil jemand, der die Berge liebt, das Beste verpasst, wenn er nicht einmal im Karakoram war. Auch weil die Berge nicht mal alles sind. Die Menschen sind freundlich und entgegenkommend und es macht Spaß, unter ihnen zu weilen. Weil auch noch etwas von dieser früheren Atmosphäre geblieben ist. Noch gibt es keinen Massentourismus, noch ist nicht alles vorhersag- und vorherplanbar und nur an der Hautfarbe des Kellners zu erkennen, auf welchem Kontinent man sich gerade befindet. Pakistan ist original, unverdorben, sich selbst geblieben und im alten, positiven Sinne des Wortes halt ein bißchen "wilder" wie der Rest.

 

Warum Pakistan mit Talhammer?

 

Pakistan ist das eine Standbein Talhammers(das andere ist Nepal). Es gibt vermutlich niemanden in der deutschen Reiseindustrie, der es so gut kennt wie Moritz und garantiert hat niemand anders so viel Zeit dort verbracht, nämlich über fünfeinhalb Jahre. Moritz ist der Autor von „Pakistan – Trekking, Kultur, Geschichte“(ISBN 978-3-941500-18-1), bis dato der umfangreichste deutschsprachige Reiseführer über das Land und mit seiner zweiten Auflage 2014 der aktuellste. Der Untertitel des Buches lautet nicht umsonst „Von Karachi bis zum Khunjerab Pass“. Wie in den anderen Reiseführern nimmt auch darin das Kapitel über die Berge im Norden den meisten Platz ein. Diese kennt Moritz wie wenige andere Besucher aus dem Westen. Den schon fast legendären Reiseführer „Trekking in the Hindukush&Karakoram“ des Amerikaners John Mock, erschienen bei Lonely Planet 2002, hat er praktisch Tour für Tour abgewandert. Den Baltoro-Gletscher hinauf Richtung K2 ist er elfmal gegangen, dabei überquerte er neunmal den Gondoghoro La. In den Tälern um den Nanga Parbat war er bis jetzt zwölfmal, überquerte dabei siebenmal den Mazeno La und jeweils dreimal die unbekannten Pässe von Shorgalio und Muthat. Während der Touren bestieg er Buldar Peak, Juliper Peak und Rupal Peak. Den Hispar La am Snowlake überquerte er dreimal, 2015 auch den abgelegenen Lukpe La. Dies sind nur die bekanntesten Touren in den bekanntesten Regionen, dazu kommen Dutzende andere in Gegenden wie Hunza, Gojal, Ghizar, Ishkoman, Yasin und Chitral. Moritz spricht leidlich Urdu(jedenfalls so gut wie die meisten Bewohner von Gilgit-Baltistan) und kennt die Eigenheiten und Macken der verschiedenen Talbewohner wie sonst nur Ethnologen und Anthropologen.

Das über Jahre und Jahrzehnte geknüpfte Netz von Beziehungen und Freundschaften ist die Grundlage für den Erfolg der Trekkingtouren. Mit den Agenturen Adventure Tours Pakistan(ATP) und North Pakistan(NP) arbeitet Moritz seit Langem zusammen, beide haben jahrzehntelange Erfahrung bis in die letzten Ecken des Landes.

 

Die auf über 4000 Meter gelegenen Edelsteinminen von Sumayar, Nagyr (im Hintergrund der Diran, 7266m), Gilgit-Baltistan - Moritz

 

Das Pakistan-Programm von Talhammer

 

K2: Die „beste Trekkingtour der Welt“ bleibt die größte Milchkuh des Landes und wird jedes Jahr im Programm stehen und vermutlich auch zustande kommen. Wahlweise kann man die Tour mit der Überquerung des Gondoghoro La beenden oder zurück nach Askole wandern. Wenn sich die gesamte Gruppe für den Rückweg nach Askole entscheidet, wird sie Moritz selbstverständlich dorthin begleiten.

Nanga Parbat: Die Tour um den „König der Berge“ wird höchstwahrscheinlich auch jedes Jahr im Programm stehen, nur leider ist fraglich, ob sie zustande kommt. Ab zwei Personen wird die Durchführung in Betracht gezogen, ab vier Personen ist sie praktisch gesichert.

Shimshal und Mingalig Sar: Der einfache Sechstausender im äußersten Norden des Landes wurde in den letzten Jahren leider nur sehr wenig nachgefragt.

Hispar La/Lukpe La/Sim La: Die Touren über die verschiedenen Gletscher und Pässe des Snowlake sind relativ beliebt und eine davon wird mindestens jedes zweite Jahr angeboten. Die Durchführung kann aber nicht gewährleistet werden.

Hunza/Gojal, Ghizar(Ishkoman/Yasin)/Chitral: Diese Gegenden gehören zwar allesamt zu den sichersten im Norden, stoßen zur Zeit jedoch nicht auf viel Interesse. Dabei sind hier fast endlose Variationen in manch fast völlig unbekanntes Tal möglich.

Pakistan-Kulturreisen: Ab 2018 wird mindestens eine Kulturreise, entweder im Dezember oder Januar, im Programm beinhaltet sein. Sie wird hauptsächlich durch Punjab(Islamabad, Lahore usw.) und Sindh(Karachi, Hyderabad usw.) führen, vielleicht in Zukunft auch wieder, wenn die Situation sich verbessert hat, durch Peshawar.

Individuelle Anfragen: Wer mindestens vier Personen aufbringen kann oder bereit ist, genug dafür zu bezahlen, kann sich für jeden Wunsch ein individuelles Programm zusammenstellen und bepreisen lassen.

Projekte: Treks in Kohistan, z.B. von Ghizar nach Darel oder Tangir. Oder von Swat über Kohistan zum Babusar Pass bis Azad J&K. Südlich des Nanga Parbat vom Shontar Pass nach Kel in Azad J&K, den Neelam flussabwärts und über den Barai Pass zurück nach GB ins Geshad Valley und nach Diamaroi. Seit einiger Zeit ist die Situation recht stabil, vielleicht werden unter Auflagen(Eskorte) Genehmigungen erteilt. Am Snow Lake z.B. der Khurdopin Pass nach Shimshal. In Shimshal fast unbegrenzte Möglichkeiten, darunter Mai Dur Pass, Chillinji Pass(ein anderer als in Chapursan) und Magata Pass. Ganz anders: Die sechstägige Pilgerwanderung Lahoot von Sehwan Sharif in Sindh zum Schrein von Sakhi Shah Bilawal Noorani in Balochistan. Die Prozession findet momentan im Juli statt.

Achtung Punjabis! Sie ließ auf sich warten, doch seit fünf Jahren rollt sie auch durch Gilgit-Baltistan: Die Walze der „domestic tourists“, der einheimischen Touristen. Sie überfordert die Infrastruktur, die bis jetzt nur auf ein paar Westler eingerichtet war. Einige der schönsten Plätze in ganz GB müssen kategorisch gemieden werden, u.a. die Märchenwiese. Weil das Risiko, ohne Hotel dazustehen, in Chilas besonders groß ist, wird ab 2017 auf Naran ausgewichen, wenn auch manche Etappen von dort sehr lange sind, besonders die nach Skardu. Karimabad, sowohl touristisches Highlight als auch wichtiger Übernachtungsort muss leider ebenfalls so gut es geht gemieden werden. Obwohl das Möglichste getan wird, die An-und Abreise wie geplant abzuwickeln, kann es trotzdem doch zu erheblichen Änderungen und Qualitätseinbußen kommen.

 

Pan-Händler, Karachi - Moritz

Pakistan Reise-Infos

 

Das Auswärtige Amt(Bundesaußenministerium) hat eine ausführliche Seite zu sämtlichen Sicherheitsfragen hier

 

Sicherheit: Für Pakistan besteht momentan laut Auswärtigem Amt eine Teilreisewarnung. Die Situation in Gilgit-Baltistan ist stabil, auch in Chilas. Zu Spannungen zwischen Sunni und Shia kommt es zur Zeit nicht. Die Überlandfahrt von Islamabad nach Skardu oder Gilgit kann nicht immer vermieden werden und es wäre auch schade darum. Die anvisierten Flüge können nicht garantiert werden.

 

Visum: Vor dem Flug benötigt man ein Visum, und das ist im Fall von Pakistan nicht so leicht. Die Beantragung des Visums obliegt jedem Kunden selbst und Talhammer übernimmt keine Haftung, falls der Kunde nicht rechtzeitig oder gar kein Visum für Pakistan erhält. Wem die Sache zu kompliziert oder zu riskant ist, kann die (nicht günstigen) Dienste eines Konsularservices wie www.visum.de in Anspruch nehmen.

Deutsche können ein Visum für Pakistan nur in Deutschland beantragen. Das erscheint nicht besonders beachtenswert, hat aber z.B. für Bundesbürger, die sich im Ausland befinden, schwerwiegende Konsequenzen. Nur wer eine Meldebestätigung im Ausland hat, kann das Visum für Pakistan dort (in den Botschaften Pakistans in Bern, Neu Delhi, New York City, Teheran usw.) beantragen. Ganz verzwickt wird die Angelegenheit für diejenigen, die sich auf Reisen befinden. Denn obwohl man seinen Pass täglich benötigt, sollte man ihn für mehrere Wochen nach Berlin oder Frankfurt schicken. Hier hilft eigentlich nur ein zweiter Reisepass, den man heutzutage problemlos bekommt. Diese Problematik gilt auch für Schweizer, Österreicher und alle anderen Nationen.

Bewohner der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen schicken ihren Antrag an die Botschaft Pakistans in Berlin, www.pakemb.de – die Bewohner der Bundesländer Hessen, Saarland, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen an das Generalkonsulat Pakistans in Frankfurt am Main, www.pakmissionfrankfurt.de.

Der Antrag sollte mindestens sechs Wochen vorher abgegeben werden. Das Visum kostet 36€ und erlaubt in der Regel bei einmaliger Einreise einen Aufenthalt von 90 Tagen. Erforderlich sind zwei ausgefüllte Anträge, zwei Passbilder, der Originalreisepass und eine Kopie der Personalseite und ein frankierter Rückumschlag. Nicht verlangt wird zur Zeit eine Buchungsbestätigung bei einer Agentur in Pakistan.

 

Flüge: Der internationale Flug gehört zur Verantwortung des Kunden. Momentan gibt es keine Direktflüge zwischen Deutschland und Pakistan. Neben den Golflinien Etihad, Qatar, Gulf, Oman und Emirates ist für Deutsche v.a. die Turkish Airlines attraktiv, die z.B. täglich viermal von Stuttgart nach Istanbul fliegt und so die Transit-Dauer auf ein erträgliches Maß reduziert. Um die Inlandsflüge kümmert sich dann Talhammer und seine Partneragenturen. Weil nun in der Hauptsaison Flüge von Islamabad nach Skardu oder Gilgit(oder umgekehrt) sehr stark nachgefragt werden, ist es unerlässlich mindestens vier Monate vor Beginn der Reise verbindlich zu buchen.

 

Impfungen: Das Auswärtige Amt empfiehlt außer den üblichen Impfungen eine gegen Hepatitis A. Zu allen weiteren Infos führt das oben erwähnte Link.

 

Das Derawar Fort in der Wüste Cholistan in Punjab - Moritz

 

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